Mittwoch, 16. Dezember 2009

Wer zuerst kommt, hat verloren

Für mich ist Sex das schönste Spiel, das uns Menschen geschenkt wurde. Das Spiel der tausendundeine Variationen, das immer wieder neu und nach anderen Regeln gespielt wird. Und ich spiele so gerne ...

Wie an dem häßlich grauen und verregneten Novembertag, der mich früh von der Arbeit nach Hause brachte. Ein Tag, den man am besten im Bett verbringt. Die Jalousien fest verschlossen vor dem regnerischen Elend dort draußen. Leider sagte der Kühlschrank in laut klagendem Ton, daß er so leer sei daß selbst die Mäuse vor ihm flüchten würden. Mit so einem leeren Kühlschrank ist das ausgiebige Frühstücken am nächsten Morgen reine Utopie. Vor allen Dingen, wenn es sich beim nächsten Morgen um einen Feiertag handelt an dem hierzulande die Geschäfte geschlossen sind.

Einer von uns beiden mußte sich also noch einmal nach draußen bemühen um den Kühlschrank zu füllen. Lust hatten wir beide keine. Stattdessen lagen wir auf dem Bett und erzählten uns die wahnsinnig wichtigen Gründe, warum denn nun der jeweils andere das Haus verlassen müsse um Lebensmittel zu erbeuten.

Da wir selten einfach nur so am hellichten Tag auf dem Bett herumliegen können ohne zweideutige Absichten zu entwickeln, dauerte es auch nicht lange, bis meine Finger fordernd an Deiner Gürtelschnalle zupften. Da hattest Du es einfacher, denn Dein Hindernis bestand nur aus einem leicht zu öffnenden Knopf und einem Reißverschluß. "Wer zuerst kommt, hat verloren," flüsterte ich Dir ins Ohr während meine Finger schon Deinen Schwanz wachkraulten.

Ich liebe dieses Spiel. Nicht nur, weil ich es in den meisten Fällen gewinne. Ich liebe es vor allen Dingen deswegen, weil es nichts spannenderes gibt, als sich darauf zu konzentrieren, jemand anderem Lust zu bereiten wohingegen die eigene Lust einem genau jene Konzentration nehmen möchte.

Während dicke Regenwolken draußen sich alle Mühe gaben, die Welt hinter einem dichten Regenschleier zu verstecken, lagen wir vollkommen angezogen nebeneinander auf dem Bett, eine Hand in der Hose des anderen und versuchten mit nur dieser einen Hand soviel Lust zu verschaffen, daß einer von uns nachgeben würde, nachgeben mußte.

Ich habe mich bemüht, meinen Atem unter Kontrolle zu halten um Dich auf die falsche Fährte zu locken. Dich ja nicht wissen zu lassen wie nah Du dem Ziel schon bist. Ich schloß die Augen damit Du es ja nicht sehen kannst, dieses schier unerträgliche Gefühl von Geilheit, das in langen Wellen durch mein Hirn rollte und drohte, jegliche Kontrolle davon zu schwemmen. Dein harter, pochender Schwanz in meiner Hand, Dein schwerer Atem an meinem Ohr machte mir das auch nicht leichter.

So lange, bis der Damm brach und mich ein Orgasmus einfach davon riß. Mein Gesicht an Deiner Schulter, die meine Schreie dämpfte. "Verloren," hast Du gesagt und spitzbübisch gelächelt. Oh ja, ich hatte verloren. Sehr laut verloren.

Und durfte mich dann zehn Minuten später zum nächsten Supermarkt aufmachen. Immer noch klatschnaß im Schritt und mit einem breiten, zufriedenen Grinsen im Gesicht. Hach, ich liebe es zu spielen ...

Sonntag, 20. September 2009

Die Insel im Alltagstreiben

Meine Arbeit ist mitunter anstrengend. Oft genug komme ich genervt aus dem Büro, fahre genervt zu Dir und komme immer noch genervt an. Das sieht bei Dir nicht anders aus. Und es gibt nichts schöneres, als sich dann einfach nebeneinander aufs Bett zu legen, so daß ich meinen Kopf an Deine Schulter kuscheln kann.

Manchmal bleibt es nicht beim kuscheln und streicheln. Dann macht sich meine Hand selbstständig auf, in Deine Hose zu gleiten und Dir sacht die Eier zu kraulen.

Ich liebe diese stillen Momente, wenn die Welt draußen langsam dunkel wird und ich so neben Dir liege, den Kopf an Deiner Schulter oder auf Deiner Brust und meine Hand an Deinem Schwanz. Ich liebe diese Ruhe und das Gefühl, Deinem Herzschlag dabei zuhören zu können wie er beschleunigt während meine Finger um Deinen härter werdenden Schwanz tanzen.

In diesen Momenten fällt der ganze Ärger von mir ab und es gibt nur noch eines, das wirklich zählt. Mit sanften Bewegungen dafür sorgen, daß Dein wohliges Seufzen lauter, das Pulsieren in Deinem Schwanz härter wird.

Bis ich irgendwann die harte Pracht von all dem überflüssigen Stoff befreie, den Kopf auf Deinen Bauch lege, die Hand fest um Deinen Schaft und die Lippen an Deiner Eichel.

Deine Hand krallt sich in meine Schulter während ich zufrieden höre, wie Dein Atem tiefer und lauter wird. Meine Hand und mein Mund sind ein eingespieltes Team und treiben Dich dahin, wo ich Dich haben will. Bis Du mit letzten lauten Seufzer tief in meinem Mund nachgibst und mir Dein weißes Gold heiß die Kehle hinunterrinnt.

Ich weiß, daß ich mir ein zufriedenes Grinsen nie verkneifen kann wenn ich Dich dann vollkommen entspannt neben mir liegen sehe. Und dieser Anblick berührt mich und bringt etwas tief in mir zum Klingen.

Ich mag es, danach in Deine Arme zu krabbeln, mich festhalten zu lassen, gemeinsam zu schweigen und zu wissen, der Alltag kommt wieder. Aber erst morgen.

Mittwoch, 12. August 2009

Blick über den Tellerrand?

Unlike Christianity, which tends to be squeamish about sex, Islam has a long tradition of talking about it openly. Up to a point, this is much more healthy. While Catholic priests are enjoined to remain celibate, Muslim clerics are expected to marry and indulge heartily with their wives in the pleasures of the flesh. In many parts of the Muslim world, especially where folk are poor and uneducated, the local imam is the person many turn to for guidance on matters relating to sex and marriage.

Quelle: Islam, Sex and the Internet


Die Wege des Internets sind unergründlich. Da war ich ursprünglich auf der Suche nach etwas ganz anderem als ich über diesen Artikel stolperte ...

Und beim Lesen stellte sich mir die Frage, das ich eigentlich gar nichts über diesen Themenkomplex weiß, was mir eine Einordnung und Beurteilung der dort erörterten Sachverhalte erlauben würde. Hat der Islam wirklich eine lange Tradition des offenen Redens über Sex?

Religionen, egal welcher Art, interessieren mich im Grunde nicht. Doch irgendwie passen die Aussagen in dem Artikel nicht ganz in das Bild, was man so vom Islam vermittelt bekommt.

Wenn etwas nicht zusammen zu passen scheint, ist das bei mir meist der Anfang von Interesse. Von daher die Frage an die Leser: Kennt Ihr Seiten, Bücher, Artikel, Dokumentationen, die sich mit dem Thema Sex und Islam beschäftigen?

Dienstag, 11. August 2009

Wie ich das Sprechen lernte

Bilder Upload

Bereits hier blitzte er kurz durch, der Ansatz einer neuen Episode. Die andere Geschichte, die ich jetzt erzählen werde und die den Abschluß des freiwilligen Zölibats bildete. Einen würdigen Abschluß.

Ich verbrachte einen sehr großen Teil meiner freien Zeit - und davon hatte ich schließlich ohne Job eine Menge - damit, mich in Online-Rollenspielen herumzutreiben, Monster umzuhauen, mit anderen Leuten sinnlose Aufgaben zu erfüllen oder schlicht mit einer virtuellen Angel in einer virtuellen Hand an einem virtuellen See zu sitzen und virtuelle Fische zu fangen.

Vermutlich ist ein Zeitvertreib so gut wie jeder andere wenn man sich des Nachdenkens über sich selber entziehen will. Kommunikation mit anderen Menschen fand nur über den Spielinhalt statt und alles, was wirklich zählte, war die Geschicklichkeit, mit der man seine Tastatur bedienen konnte ... Und da auch das Spielen online zumindest ein Grundmaß an Abstimmung benötigt, kommuniziert man dort ausschließlich über Voice-Chat ...

So saß ich also eines Abends, mein Headset auf den Ohren und die Tastatur auf den Knien, vor meinem PC und hörte zu, wie die anderem dem Neuen, der sich gerne unsere Gruppe anschließen wollte, Löcher in den Bauch fragten. Es war nicht der Inhalt der Diskussion, die mich bleiben ließ. Es war die Stimme, in der etwas unterschwelliges mitschwang, das ich zuerst nicht identifizieren konnte.

Er schien ein lockerer Mensch zu sein und es dauerte nicht lange, bis die ersten zweideutigen Scherze von uns zu hören waren. Da tauchte plötzlich auf meinen Bildschirm eine Chatnachricht von ihm auf:

"Hey, ich mag Deine Stimme!"

Vollkommen perplex starrte ich auf die bunten Pixel. Was war das jetzt?

"Ah ja?"

"Sie klingt sehr nach verruchter Frau ..."

Wie kam der denn jetzt darauf?

"Verrucht und ich sind zwei Welten, die sich nicht vertragen ;-)"

schrieb ich zurück.

"Lügnerin :-D"

Ich ließ das so stehen und beschloß, es einfach zu ignorieren. Schließlich kannte ich den Kerl nicht. Tolle Stimme hin, tolle Stimme her.

"Ich könnte wetten, mit der Stimme kannst Du einen mit schmutzigen Geschichten in den Wahnsinn treiben ..."

blinkte auf meinem Monitor auf. Klar, sonst noch was? Sicher, ich war nie ein stummer Fisch und über Sex reden ist etwas vollkommen natürliches wie Trinken für mich. Ich kann auch über Sex schreiben, aber Dirty Talk war nicht mein Ding. So gar nicht. Dinge wie "Fick mich" oder kurze, knappe Anweisungen was ich jetzt gerne hätte, das geht. Jemanden mit gesprochenen Worten heiß und geil machen? Telefonsex? Dabei kam ich mir immer albern vor und meist endete das in einer Lachnummer, weil mir irgendwann die Worte fehlen. Auch wenn ich sonst selten um die passenden Worte verlegen bin, Sex ist für mich nichts, was groß mit Worten zu tun hat. Also ignorierte ich auch diesen Kommentar.

Irgendwann leerte sich der Voicechat. Bis nur er und ich übrig blieben. Ich erfuhr, daß er am anderen Ende der Republik wohnte und eine Freundin hatte, die nach dem Studium irgendwo in den arabischen Emiraten eine Stelle angetreten hatte. Und wenn man schon mal bei dem Thema Freundin ist, war der Sprung zum Thema Sex nicht weit ... Das konnte ich schließlich, über Sex reden. Bis er mich fragte, was er tun müsse, um mich flachzulegen ... Hier sein?

Nein, er meine schon über den Voicechat. Etwas ratlos und auch sprachlos fiel mir nur dieses "Versuchs doch" ein. Und genau das tat er.

Ziemlich gut sogar. Wortgewandtheit kombiniert mit diesem Schnurren in der Stimme ... Ich stellte irgendwann sehr verblüfft fest, daß mich das ziemlich anmachte, was er da tat. Er malte mir mit Worten ganze Filme auf die Leinwand in meinem Kopf. Ohne groß nachzudenken kam ich der Aufforderung, mich selbst zu berühren und wo nach ...

Bis er mich fragte, was ich tun würde. Schweigen zählt nicht? Ich versuchte, mich mit irgendeiner allgemeinen Aussage aus der Situation zu hangeln. Und was machte er? Natürlich, nach Details fragen ... Hmm.

Ich dachte kurz nach. Der sitzt irgendwo am anderen Ende der Republik. Ich kann den Stecker ziehen und nachher sagen, daß das Internet ausgefallen wäre. Was hab ich zu verlieren?

Also ließ ich mich von ihm an die Hand nehmen, spielte anfangs zögerlich die Bälle zurück, der er mir zuwarf. Ich entwickelte Spaß daran ...

Ein paar Tage später verlegten wir die Fortsetzung aufs Telefon. Wir telefonierten ewig lange miteinander. Lachten, diskutierten, alberten herum und hatten Sex. Wo immer die Phantasie uns auch hinverschlug. Im Auto. Im Schwimmbad. In einer Umkleide. Auf Parkdecks. In Aufzügen. Hart. Sanft. Kurz. Ausdauernd. Oral. Anal. Von hinten. Er unten. Ich unten. Was die Phantasie hergab. Währenddessen lernte ich, immer mehr mit Worten und Stimme zu spielen. Legte die Hemmungen nach und nach ab.

Heute? Ist der dreiste Kerl mit der wunderbar schnurrenden Stimme seiner Freundin in die arabischen Emirate gefolgt ... Ich hingegen mag es, dem Mann an meiner Seite schmutzige Dinge ins Ohr zu flüstern. Ihm mittels Worten Filme ins Kopfkino zu projezieren. Ihn zu locken. Ihn mit Versprechen heiß zu machen, die ich halten kann. Ihm Phantasien mitzuteilen ...

So lernte ich also das Sprechen. Und ich habe seitdem nicht mehr damit aufgehört.
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Schneeweischens & Rosenrotes elf Minuten

Wir sind ...

... zwei Frauen.
... Jägerinnen.
... Sammlerinnen.
... so jung wie wir uns fühlen.
... uns in vielen Dingen sehr ähnlich.
... in anderen Dingen wiederum sehr verschieden.
... erreichbar unter elf.minuten@web.de

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