Mittwoch, 31. Dezember 2008

Zu wenig Zeit für das Schreiben

Ich kann von Glück sagen, daß die Elf Minuten kein Kind sind - ich hätte schon lange das Jugendamt vor der Türe stehen, das mal nach dem Rechten sehen will weil die Nachbarn eine Beschwerde wegen Vernachlässigung eingereicht haben.

Es ist noch nicht einmal so, daß ich keinen Sex hätte. Im Gegenteil. Ich weiß auch nicht so ganz, wie ich es bei meiner im Moment äußerst knapp bemessenen Zeit überhaupt noch schaffe, Sex zu haben. Ich will Tage mit mehr Stunden, damit ich das ganze Leben, was unbedingt gelebt und erfahren werden will, auch endlich mal leben kann.

Während ich diese Zeilen schreibe, steht der Mann der Stunde in der Küche, wäscht ab und macht Nudelsalat. Über den ich einen halben Roman schreiben könnte wenn ich denn die richtigen Worte fände.

Auch wenn im Blog davon (noch) nichts zu lesen ist und ich meine Kostbarkeiten lieber im Geheimen anschaue, die Frau Rosenrote räumt dem Mann der Stunde gerade nach und nach mehr Platz im Herzen ein. Denn ich halte nach wie vor nichts davon, der Liebe, dem Genuß, dem Sex, dem Beisammensein, dem gemeinsamen Lachen abzuschwören nur weil es beim letzten Mal nicht geklappt hat.

Silvester 2008. Und ich sitze fast an der gleichen Stelle, an der ich Silvester 2007 schon gesessen habe. Und doch, zwischen der, die ich vor 365 Tagen war und derjenigen, die heute hier sitzt, scheint eine Ewigkeit zu liegen. Und ich glaube, auch das Schreiben wird wieder zurück kehren. Wenn mich die richtigen Worte gefunden haben.

Bis es so weit ist, wünsche ich unseren treuen Lesern einen wunderschönen Übergang von der Acht in die Neun. Laßt es krachen!

Montag, 8. Dezember 2008

Die Zauberfee

Fünf Minuten nachdem sich mein Liebhaber heiß über mein Dekolleté ergossen hat, seinen Schwanz fest zwischen meinen Brüsten. Liebhaber scheint mit der Welt für heute abgeschlossen zu haben.

"Du bist die Zauberfee. Du kannst steife Schwänze in schlaffe verwandeln."
"Ah ja ... Das nenn ich ja jetzt mal nicht so das Kompliment ... Ich bringe also Erektionen zum Verschwinden," kommentiere ich das Kompliment mit einem Grinsen.

Postkoitales Lachen ist gesund ;-)

Montag, 10. November 2008

traumhaft

Er holt mich mittags vom Bahnhof ab. Befummelt mich im Auto. Rollt mir die halterlosen Strümpfe bis über die Knie runter. Sie rutschen beim eiligen Marsch in seine Wohnung natürlich komplett runter, aber keiner begegnet uns. Als die Tür zufällt, drückt er mich gegen die Wand. Ich spüre seinen harten, großen Prinzen. Eine Hand in meinem Schritt, die andere löst meine hochgesteckten Haare. Er küsst mich wild auf den Mund. Meinen Hals. Ich öffne meine Bluse, er küsst meine Brüste. Er öffnet meinen Rockreißverschluss, der Rock rutscht runter. Ich lege den BH ganz ab. Er zieht meinen Slip runter. Verwöhnt meine Prinzessin. Ich komme binnen Sekunden. Er zieht sich in windeseile aus, und als ich mich runterbeuge, um meine Schuhe und heruntergerutschen Strümpfe auszuziehen, drückt er mir seinen Prinzen ins Gesicht. Ich küsse ihn. Lecke ihn. Verwöhne ihn. Und kurz bevor er kommt, schiebt er mich weg, drückt mich auf alle Viere runter und nimmt mich schnell und hart und kurz von hinten. Sein Prinz ist übrigens grenzwertig groß. Oder schon grenzüberschreitend? Ich kann mich nicht entscheiden. Wir verwöhnen und ficken uns immer und immer wieder, es ist eher hektisch-zärtlich als hart, und ich genieße es. Irgendwann, es ist schon länger dunkel, muss ich wieder los. Frisch geduscht und mit einem neuen Ficktermin in nicht allzuweiter Ferne verlasse ich seine Wohnung und fahre mit dem Taxi zu einer Freundin, um dort den Rest des Wochenendes zu verbringen. Heute kann ich mich wegen der Erinnerungen kaum auf die Arbeit konzentrieren.

Sonntag, 9. November 2008

Der Dreier

Wir wären zu dritt. Du, ich und ein anderer Mann. Der uns beiden sympathisch sein würde. Vielleicht wäre dieser flotte Dreier spontan aus einer Eingebung entstanden oder vielleicht auch eine gezielte Verabredung. Vielleicht hätte Dich Deine Neugier dazu bewogen, dem Geschehen zu zu stimmen, vielleicht auch einfach nur das Wissen, daß dieses Szenario zu den Dingen gehört, auf die ich unheimlich neugierig bin. Der Abend wäre auch schon fort geschritten – zumindest so weit, daß es vollkommen normal erscheint, nackt auf der Couch zu sitzen, Musik zu hören, sich zu unterhalten oder einen Joint zu teilen. Die Befangenheit der ersten Momente wäre verschwunden.

Ich würde hinter Dir sitzen, Du zwischen meinen Beinen. Du hättest Deinen Kopf auf meiner Brust liegen. Meine Arme würden sich sanft um Dich legen. Der Dritte und ich würden einen Blick tauschen, vielleicht auch eine fragende Geste. Die ich mit einem stummen Nicken beantworten würde. Dann käme er auf uns zu. Auf Dich zu. Würde mit einer geschmeidigen Bewegung Deine Beine sacht öffnen. Sich dazwischen knien und mit den Händen kraftvoll und dennoch sanft die Innenseite Deiner Oberschenkel hochfahren. Eine stumme Frage, die nur Du beantworten kannst.

Ich würde Deine Hände in meine nehmen. Meine Finger mit Deinen verschränken. Und Dir eine Brücke bauen, die den tiefen Abgrund von Zweifeln und Korsettbegriffen wie homo- oder bisexuell überspannt. Mein Blick würde Dir sagen, daß es hier nicht um Mann oder Frau geht. Sondern nur um Genuß, ihn schenken, erleben und erfahren. Eigene Grenzen zu sprengen und weit darüber hinaus zu gehen. Die eigene Moral und die Vorstellung, was sich gehört und was nicht, hinter sich zu lassen. Es wäre Deine Entscheidung: gehst Du über die Brücke oder nicht?

In meiner Phantasie würdest Du nach einigem Ringen mit Dir selber diese Brücke betreten und, in welcher Form auch immer, Dein Einverständnis geben. Der Dritte würde Dich anlächeln, eine Männerhand würde sich um Deine Eier, die andere um Deinen Schwanz legen. Er würde sich nach vorne beugen und Deinen Schwanz liebkosen während sich in Deinem Gesicht die widersprüchlichen Gefühle spiegeln würden. Es wäre ein fremdes Gefühl und trotz aller Fremdheit, oder vielleicht auch gerade deswegen, erregend. Du würdest zu Deinem Erstaunen fest stellen, daß Dein Schwanz sich langsam aufrichtet.

Irgendwann würde der Dritte Deinen Schwanz in seinen Mund nehmen. Und ich würde fasziniert zuschauen, wie er zwischen seinen Lippen verschwindet und wieder auftaucht. Würde jede Deiner Reaktionen aufnehmen. In meinem Blick würde sich Deine Erregung wieder spiegeln. Irgendwann würde es keine Rolle mehr spielen, daß es ein Mann ist, der Deinen Schwanz verwöhnt und Dir diese Erfahrung schenkt. Du würdest mich hinter Dir, meine Hände in Deinen Händen und die Lippen und Hände des Dritten an Deinem Schwanz spüren. So lange, bis Du Dich heiß in seinem Mund ergießt. Er würde sich aufrichten und ich würde ihn über Deinen Kopf hinweg küssen. Dich auf seinen Lippen schmecken.

Ich würde Dich weiter halten. Vielleicht eine Zigarette anzünden. Dich ziehen lassen. Mit einer Hand durch Deine Brusthaare kraulen. Und Dich sanft wieder zurück kommen lassen. Und vermutlich wäre meinem Blick immer noch anzusehen wie hochgradig mich das Geschehen erregt hat.

Wie gesagt, in meiner Phantasie. Doch wer weiß. Irgendwann vielleicht.
logo

Schneeweischens & Rosenrotes elf Minuten

Wir sind ...

... zwei Frauen.
... Jägerinnen.
... Sammlerinnen.
... so jung wie wir uns fühlen.
... uns in vielen Dingen sehr ähnlich.
... in anderen Dingen wiederum sehr verschieden.
... erreichbar unter elf.minuten@web.de

Andere meinen ...

Hallo Johanna, ich komm...
Hallo Johanna, ich komm erst jetzt wieder zum schreiben... Hmm...,...
Climax (anonym) - 26. Jun, 15:57
... und er hat mir auch...
... und er hat mir auch gesagt -vor seiner Einsicht...
Johanna (anonym) - 19. Jun, 19:12
Hallo Mick, nein, mein...
Hallo Mick, nein, mein Mann weiss nichts von meinem...
Johanna (anonym) - 16. Jun, 10:54
Hallo Johanna, weiß...
Hallo Johanna, weiß Dein Mann denn nun von dem...
Climax (anonym) - 15. Jun, 18:02
Liiieeebe Emily, lieber...
Liiieeebe Emily, lieber Mick, endlich mal ein Lebenszeichen...
Johanna (anonym) - 15. Jun, 14:38

Status

SRTitel07

Online seit 994 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Jun, 15:57

Credits

SRTitel06

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur f�r neue Medien

powered by Antville powered by Helma


Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net AGB

Stats by Net-Counter

11 Minuten
abgrundtief böse
About us
Fragen ueber Fragen
Immer nur Sex im Kopf
Interessantes zum Lesen
Neuland
Nicht nur Sex
Phantasiert
Skuriles & Notizen
So bitte nicht
TOP TEN
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren