Fünf Stunden gegen dreißig Sekunden (I)
„Rutsch mal ein Stück,“ sagte er zu mir und drängelte sich neben mich auf seine Couch. Er, nennen wir ihn Johann, war ein alter Schulkamerad und er hatte mich auf eine Tasse Tee eingeladen. Ich zog die Füße an und hielt meine Teetasse in beiden Händen während wir so etwas wie eine Diskussion führten. Ich kann mich nicht mehr erinnern, worum genau es ging, ich weiß nur noch, daß ich dagegen war. Er wohnte bei seinen Eltern, war Student und hatte ein Zimmer im Dachgeschoß. Irgendetwas war anders diesen Abend und es lag nicht am Regen, der sanft auf das Dachfenster trommelte.
Irgendwann stieg ich mental aus der Diskussion aus, ließ ihn reden und beobachtete ihn. Der kleine Kerl mit Mistgabel und Hörnern auf meiner Schulter flüsterte mir leise ins Ohr „Ob du ihn wohl dazu bringen kannst, mit dir ins Bett zu gehen?“ Und da war er, der Gedanke, der mir die nächsten zwei Stunden nicht aus dem Kopf gehen sollte. Die Tatsache, daß Johann anfing, mir die Füße zu massieren, machte die Sache auch nicht besser.
Seine Eltern waren schon im Bett als wir im Dunkeln die Treppe runter schlichen, damit niemand wach wurde. Im Dunkeln standen wir vor der Tür und während ich auf der Treppe saß und meine Schuhe anzog, lehnte er gegen die Wand und musterte mich von oben bis unten. Ich fing einen dieser Blicke auf und damit war das Spiel eröffnet. „Den kriege ich,“ eröffnete ich stillschweigend dem kleinen gehörnten Kerl auf meiner Schulter.
Zwei Tage hatte ich Zeit, den Gedanken wieder dahin zu verbannen wo er hingehörte: ins Reich des Unmöglichen. Nicht mit ihm, wo kämen wir denn da hin? Es dauerte also zwei Tage, bis mein Telefon klingelte und Johann mich fragte, ob ich nicht abends vorbei schauen wollte. Der kleine gehörnte Kerl auf meiner Schulter rieb sich hämisch grinsend die Hände. Der Trieb der Jägerin und Sammlerin in mir ließ mich zusagen.
So stand ich also im Dunkeln vor Johanns Haustür – genauer gesagt, der Haustüre seiner Eltern. Wirklich erstaunt war ich nicht als ich von Johann eröffnet bekam, seine Eltern wären nicht da. Ich überging diese Eröffnung, zog in Ruhe die Schuhe aus und folgte brav unters Dach. Innerlich mußte ich ob des Kerzenmeeres ziemlich schmunzeln. Zugegeben, es sah nett aus, doch es hatte den Effekt, daß nach einer halben Stunde der Sauerstoff knapp wurde und die Temperatur um mindestens zehn grad nach oben geschossen war. Nun hatte ich nicht vor, mich aufgrund akuter Hitzewallungen meiner Kleider zu entledigen, ich riß einfach das Fenster auf ohne zu bedenken, daß Luftzug Kerzen zum flackern bringt und einige davon recht nahe an brennbaren Dingen positioniert waren.
Daß ich beinahe seinen Schreibtisch abfackel hat er wohl nicht so geplant gehabt, das lange Gesicht war Gold wert. „Nee, so einfach ja nun auch wieder nicht,“ entrüstete sich der kleine, gehörnte Kerl und schüttelte wild den Kopf. „Wir wollen schließlich spielen!“ Und genau das tat ich. Ich sendete widersprüchliche Signale und ließ mir den Nacken kraulen ohne auch nur Anstalten zu machen etwas zurück zu geben. Vollkommen entspannt wartete ich also. Und ich brauchte auch nicht all zu lange zu warten bis sich seine warme Hand vorsichtig unter meinen Pullover tastete und mir vorsichtig über den Rücken strich. Zufrieden streckte ich mich bis ich mit dem Rücken zu ihm lag und die Hand auf meinen Bauch gewandert war.
Es störte mich auch nicht, daß seine jüngere Schwester Karla irgendwann klopfte und danach einfach das Zimmer betrat ohne auf ein „Herein“ gewartet zu haben. So sind jüngere Geschwister wohl. Ruckartig verschwand die Hand unter meinem Pullover und ich konnte förmlich hören, wie Johann knallrot anlief. Der kleine, gehörnte Kerl lachte sich mit mir ins Fäustchen, während ich ganz locker mit Karla plauderte. Was Johann absolut nicht zu passen schien, er wollte sie wohl so schnell wie möglich wieder los werden. Karla hingegen setzte sich erst einmal gemütlich in den Sessel während ich eine Hand auf dem Rücken hatte und Johann vorsichtig den Bauch hinunter streichelte – natürlich so, daß Karla davon nichts mitbekam. Wir sind ja schließlich diskret.
„Du bist ein Miststück“ zischte er mir leise ins Ohr und zum Dank dafür wanderte meine Hand unter seine Gürtellinie. Ganz sachte und genau so lange bis ich eine spürbare Reaktion bekam. Zufrieden grinsend zog ich die Hand weg und stand auf. Ich müsse jetzt leider gehen, morgen wäre ein langer Tag. Johanns Gesicht sprach Bände als er so auf dem Bauch auf seiner Couch lag und hilflos mit ansah, wie ich aus dem Zimmer spazierte als wäre nichts gewesen.
Unten lief mir seine Mutter über den Weg als ich in meine Schuhe schlüpfte. Es sei ja schade, daß ich schon gehen müßte. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, da ihr Sohn gerade die Treppe herunter gestürmt kam und eine Mischung von Wut und Enttäuschung im Gesicht trug. Seine Mutter verschwand im Keller und ich entschwand mit einem Kuß auf seine Wange und dem Versprechen, mich die Tage zu melden, in die Nacht. Äußerst zufrieden mit mir.
To be continued ...
Irgendwann stieg ich mental aus der Diskussion aus, ließ ihn reden und beobachtete ihn. Der kleine Kerl mit Mistgabel und Hörnern auf meiner Schulter flüsterte mir leise ins Ohr „Ob du ihn wohl dazu bringen kannst, mit dir ins Bett zu gehen?“ Und da war er, der Gedanke, der mir die nächsten zwei Stunden nicht aus dem Kopf gehen sollte. Die Tatsache, daß Johann anfing, mir die Füße zu massieren, machte die Sache auch nicht besser.
Seine Eltern waren schon im Bett als wir im Dunkeln die Treppe runter schlichen, damit niemand wach wurde. Im Dunkeln standen wir vor der Tür und während ich auf der Treppe saß und meine Schuhe anzog, lehnte er gegen die Wand und musterte mich von oben bis unten. Ich fing einen dieser Blicke auf und damit war das Spiel eröffnet. „Den kriege ich,“ eröffnete ich stillschweigend dem kleinen gehörnten Kerl auf meiner Schulter.
Zwei Tage hatte ich Zeit, den Gedanken wieder dahin zu verbannen wo er hingehörte: ins Reich des Unmöglichen. Nicht mit ihm, wo kämen wir denn da hin? Es dauerte also zwei Tage, bis mein Telefon klingelte und Johann mich fragte, ob ich nicht abends vorbei schauen wollte. Der kleine gehörnte Kerl auf meiner Schulter rieb sich hämisch grinsend die Hände. Der Trieb der Jägerin und Sammlerin in mir ließ mich zusagen.
So stand ich also im Dunkeln vor Johanns Haustür – genauer gesagt, der Haustüre seiner Eltern. Wirklich erstaunt war ich nicht als ich von Johann eröffnet bekam, seine Eltern wären nicht da. Ich überging diese Eröffnung, zog in Ruhe die Schuhe aus und folgte brav unters Dach. Innerlich mußte ich ob des Kerzenmeeres ziemlich schmunzeln. Zugegeben, es sah nett aus, doch es hatte den Effekt, daß nach einer halben Stunde der Sauerstoff knapp wurde und die Temperatur um mindestens zehn grad nach oben geschossen war. Nun hatte ich nicht vor, mich aufgrund akuter Hitzewallungen meiner Kleider zu entledigen, ich riß einfach das Fenster auf ohne zu bedenken, daß Luftzug Kerzen zum flackern bringt und einige davon recht nahe an brennbaren Dingen positioniert waren.
Daß ich beinahe seinen Schreibtisch abfackel hat er wohl nicht so geplant gehabt, das lange Gesicht war Gold wert. „Nee, so einfach ja nun auch wieder nicht,“ entrüstete sich der kleine, gehörnte Kerl und schüttelte wild den Kopf. „Wir wollen schließlich spielen!“ Und genau das tat ich. Ich sendete widersprüchliche Signale und ließ mir den Nacken kraulen ohne auch nur Anstalten zu machen etwas zurück zu geben. Vollkommen entspannt wartete ich also. Und ich brauchte auch nicht all zu lange zu warten bis sich seine warme Hand vorsichtig unter meinen Pullover tastete und mir vorsichtig über den Rücken strich. Zufrieden streckte ich mich bis ich mit dem Rücken zu ihm lag und die Hand auf meinen Bauch gewandert war.
Es störte mich auch nicht, daß seine jüngere Schwester Karla irgendwann klopfte und danach einfach das Zimmer betrat ohne auf ein „Herein“ gewartet zu haben. So sind jüngere Geschwister wohl. Ruckartig verschwand die Hand unter meinem Pullover und ich konnte förmlich hören, wie Johann knallrot anlief. Der kleine, gehörnte Kerl lachte sich mit mir ins Fäustchen, während ich ganz locker mit Karla plauderte. Was Johann absolut nicht zu passen schien, er wollte sie wohl so schnell wie möglich wieder los werden. Karla hingegen setzte sich erst einmal gemütlich in den Sessel während ich eine Hand auf dem Rücken hatte und Johann vorsichtig den Bauch hinunter streichelte – natürlich so, daß Karla davon nichts mitbekam. Wir sind ja schließlich diskret.
„Du bist ein Miststück“ zischte er mir leise ins Ohr und zum Dank dafür wanderte meine Hand unter seine Gürtellinie. Ganz sachte und genau so lange bis ich eine spürbare Reaktion bekam. Zufrieden grinsend zog ich die Hand weg und stand auf. Ich müsse jetzt leider gehen, morgen wäre ein langer Tag. Johanns Gesicht sprach Bände als er so auf dem Bauch auf seiner Couch lag und hilflos mit ansah, wie ich aus dem Zimmer spazierte als wäre nichts gewesen.
Unten lief mir seine Mutter über den Weg als ich in meine Schuhe schlüpfte. Es sei ja schade, daß ich schon gehen müßte. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, da ihr Sohn gerade die Treppe herunter gestürmt kam und eine Mischung von Wut und Enttäuschung im Gesicht trug. Seine Mutter verschwand im Keller und ich entschwand mit einem Kuß auf seine Wange und dem Versprechen, mich die Tage zu melden, in die Nacht. Äußerst zufrieden mit mir.
To be continued ...
Rosenrote - 18. Okt, 23:24 - Kategorie: So bitte nicht

