Beim Aufwachen holten wir uns noch einen leidenschaftlichen Nachschlag... ach wie er doch Zärtlichkeit mit "Grobheit" verbinden kann... herrlich!
Wir verbrachten einen wunderschönen Tag zusammen. Er zeigte sich von seiner besten Seite. Ich dachte immer nur: der kann so nett sein? Unglaublich. Ich hielt ihn für einen Widerling... mag ja sein, dass er es zum Teil ist - aber es gibt auch einen netten, lieben Teil.
Schneeweischen - 22. Okt, 18:31 - Kategorie:
TOP TEN
Auf einer Fortbildung lernte ich einen Mann kennen, der in Hochzeitsvorbereitungen stand. Es war Sommer, und im Winter sollte es so weit sein. Ich fand in Gesprächen zufällig heraus, dass seine Braut auch seine "Erste" war! Da das ein ziemlich leckerer Typ war, konnte ich mir den Gedanken nicht verkneifen, ihn vorher noch zu verführen... ich zog drei Wochenenden alle Register und und stürzte ihn in tiefste Verwirrung... zuerst wollte er nicht begreifen, dann konnte er es gar nicht fassen, dann versuchte er sich mir zu entziehen. Es war zwecklos... meine Eintrittskarte in sein Zimmer: "soll ich Dir Dein Bett machen?" und da war einfach jeder Versuch einer Gegenwehr im Keime erstickt. Wir machten die ganze Nacht durch - er war ein wirklich ausdauernder und leidenschaftlicher Mann mit einem wirklich wundervollen Prinzen. Wir probierten alles aus, was er noch nicht gemacht hatte. Wir lebten unsere Leidenschaft voll aneinander aus. Jedes Schul-Wochenende. Mann, was war die Schule anstrengend!!! Sein Hochzeitstermin näherte sich... er zweifelte. Ich konnte ihn überzeugen, dass er nicht zweifeln müsse. Aber auch nach der Hochzeit konnten wir die Finger nicht voneinander lassen. Erst als die Fortbildung beendet war, also nach einem Jahr, schaffte er den Absprung von mir.
Schneeweischen - 22. Okt, 11:24 - Kategorie:
abgrundtief böse
Meiner war ein bißchen schwerer und auch komplizierter als der meiner Freundinnen und Bekannten. Ich bin das, was man gemeinhin so als Spätzünder bezeichnet. Als Teenager habe ich mich dafür geschämt, heute kann ich darüber schmunzeln. Denn es ist wirklich nicht alles Gold, was glänzt. Doch fangen wir dort an, wo der Titel uns hinführt. Zum Anfang.
Und am Anfang, da waren wir drei. Meine besten Freundinnen und ich. Nennen wir sie Tina und Kathrin. Wir waren ein unzertrennliches Trio, kannten uns seit der fünften Klasse oder gar noch länger. Mit vierzehn, fünfzehn mutierten wir zu klassischen Teenagern. Wir redeten über Jungs und wie das mit dem Küssen wohl funktionieren mag, träumten von Händchen halten und heimlichen Knutschereien, schwärmten für die hübschen Jungs und schütteten einander unser Herzeleid aus, kauften Bravo und schauten heimlich die Aufklärungsbilder mit den nackten Jungs an, gestanden uns verschämt und im Dunkel einer Kerze, was wir über Selbstbefriedigung wußten und was wir in der Hinsicht schon probiert hatten. Es war eine schöne, aufregende und in gewisser Weise auch unschuldige Zeit.
Es sollte sich ändern, als Tina und Kathrin ihren ersten Freund hatten. Denn ich hatte keinen und plötzlich konnte ich nicht mehr „mitreden“. Ich fand Jungs in meinem Alter einfach doof. Den einen pubertierenden Jüngling, dem ich bis dahin, mehr verschämt als alles andere, erlaubt hatte mich zu küssen, fand ich furchtbar nervig mit seinen grabbeligen Händen, die nach ein paar Sekunden direkt unter meinem T-Shirt verschwanden. So hatte ich mir das ja nun nicht vorgestellt. Doch dies ist ein Thema für sich, kommen wir zurück zu unserem Trio.
Saßen wir jetzt im Schein einer Kerze und einer Kanne Tee zusammen, drehte sich das Gespräch um die Freunde von Tina und Kathrin. Inklusive all der neuen Erfahrungen, welche beide machten und ich eben nicht. Was bleibt einem, wenn man keine Ahnung hat? Richtig, die Klappe halten und zuhören. Ich war überwältigt davon, wie toll und schön das mit dem Sex sein sollte. Dem entsprechend war ich neidisch und traurig darüber, außen vor zu stehen – was mich im Verlauf meiner Jugend in so einige wahnwitzige Aktionen trieb. Diskussionen über Blowjobs, Cunnilingus, Stellungen, Ausdauer und Bestückung der Herren. Geschichten über das erste Mal, daß es wohl schmerzhaft sei und Tina Angst vor dem besten Stück ihres Freundes hatte weil es wohl so riesig gewesen sei. O-Ton „Wie soll ich das denn in den Mund kriegen?“
Wirklich wohl gefühlt habe ich mich dabei nie. Hörte ich das Wort Blowjob, fielen mir die Bilder aus der Bravo ein und ich dachte mir nur „So ein häßliches Ding in den Mund nehmen? Igitt!“ Ähnliches gilt für vieles, was während dieser Mädchenabende besprochen wurde. War mir zu abstrakt, nicht vorstellbar und daher „bäh“. Man könnte sagen, ich war ein sehr verklemmter Teenager. Mehr als das, Sex ängstigte mich irgendwie.
Zum Glück ändern sich Einstellungen im Laufe des Lebens und auch wenn ich lange warten mußte, ich hatte das unheimliche Glück, in meinem ersten Freund, der auch mein aktueller Lebensgefährte ist, einen verständnisvollen Mann zu finden. Er ist ein knappes Jahrzehnt älter als ich und wußte mich genau da zu packen, wo ich schwach bin. Ich bin unheimlich neugierig und so setzte er mich nicht unter Druck, sondern erzählte und weckte meine Neugier bis sie stärker war als meine Ablehnung und meine Angst. Und so verlor ich ein paar Wochen vor meinem 21. Geburtstag dann als letzte mir bekannte amtliche Jungfrau die Unschuld. Im Nachhinein war es die beste Entscheidung meines Lebens. Auch wenn ich ihn vermutlich mit meiner Neugier teilweise sehr überfahren habe.
Mein erstes Mal war schön, entspannt, neu, aufregend und tat kein bißchen weh. Es war lustig, denn auch wenn er alles perfekt bedacht hatte, unterlief ihm eine kleine Verwechslung von Kondomen mit einer Duschgelprobe und so hörte ich im Halbdunkel nur ein „Ach du Scheiße!“ Das will man ja nun vor seiner Entjungferung eigentlich nicht hören also knipste ich das Deckenlicht an und dahin war alle Erregung – überall tropfte blaugrünes Duschgel rum. Nun ja, das anschließende Gelächter von uns beiden bescherte mir die nötige Entspannung, die ich für die zweite Runde brauchte. Dieses kleine Mißgeschick nahm mir sämtliche Anspannung und ich bin heute noch davon überzeugt, daß es genau deswegen nicht schmerzhaft war.
Tina und Kathrin wohnen mittlerweile in einer anderen Stadt als ich, doch wenn wir zusammen treffen, sind die Themen noch die gleichen. Nur unser Umgang damit ist erwachsener, offener, direkter geworden. So weiß ich heute auch, daß Tina den Sex mit ihrem ersten Freund nur als schmerzhaft erlebt hat, weil der Kerl mit seinem überproportioniertem Werkzeug gar nicht umzugehen wußte, und daß Kathrin sich nach drei Monaten furchtbar gelangweilt hat mit ihrem Kerl und im Übrigen von Blowjobs auch heute noch keine Ahnung hat. Ich weiß auch, daß die beiden mich insgeheim ein wenig darum beneiden, daß meine ersten Erfahrungen mit Sex so ganz anders waren als ihre. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.
Rosenrote - 22. Okt, 02:52 - Kategorie:
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