Ich hasse das. Ich liebe das. Ich kann die Unruhe am ganzen Körper spüren. Bin nur halb anwesend. Erledige Dinge nur halbherzig. Starre aus dem Fenster, in Gedanken versunken. Ich warte.
Rosenrote - 24. Okt, 13:54 - Kategorie:
Immer nur Sex im Kopf
Nach ein bißchen streicheln und zaghaft drüber lecken hab ich mich dann auch getraut, seinen Schwanz wirklich in den Mund zu nehmen, was er mit einem tiefen Seufzen quittierte. Ich weiß noch, ich behandelte das gute Stück wie ein rohes Ei und achtete auf jede Reaktion meines Freundes – bereit, sofort damit aufzuhören wenn ich glaubte, ich machte was falsch. Das Gefühl der Unsicherheit verlor sich ob der übewältigenden neuen Erfahrung. Das fühlte sich an als sei meine Zunge auf direktem Weg mit meinem Unterleib verbunden und alles, was sich in meinem Mund abspielte, fand ein direktes Echo dort. Verdammt, das war erregend, aufregend, geil! Das machte Spaß zu sehen wie er genoß, was ich da ausprobierte! Ich wurde mutiger, enthusiastischer und wollte ihn gar nicht mehr aus meinem Mund lassen. Leider übersah ich dabei wegen mangelnder Erfahrung, daß ich meinen Freund geradewegs auf einen Orgasmus zu steuerte und obwohl er mich warnen wollte, merkte ich plötzlich nur noch eine Art Zucken, hörte meinen Freund tief aus dem Bauch heraus stöhnen und hatte den Mund voll mit ziemlich glibberigem Zeugs.
Total überrascht schaute ich nach oben und er guckte mich entschuldigend an. „Ich wollte dich warnen, daß das passiert, doch du hast mir gar nicht mehr zugehört,“ erklärte er, etwas verlegen. In genau dem Moment hörte ich Schritte im Flur, zog mich zurück und zupfte das T-Shirt über seine offene Hose und legte den Kopf so, daß man nichts mehr von der offenen Hose sah. Herein kam der angeblich schwule Mitbewohner, ließ sich auf die andere Couch fallen und seufzte „Gott, was ein anstrengender Tag! Ich brauch jetzt erstmal eine Zigarette, darf ich eine von deinen haben?“ Ich nickte lediglich, ich hatte schließlich immer noch das Sperma im Mund.
Der angeblich schwule Mitbewohner rauchte in aller Gemütlichkeit seine Zigarette und jammerte uns von seinem anstrengenden Tag vor. Derweil lag ich auf der Couch mit vollem Mund und fragte mich, was ich jetzt mit dem Ergebnis meines ersten erfolgreichen Blowjobs anfangen sollte. Ich hätte es ja schlecht auf den Tisch spucken können und wäre ich aufgestanden um es auf Toilette auszuspucken, dann hätte der Mitbewohner mitbekommen, daß mein Freund mit offener Hose auf der Couch saß. Die Konsistenz war komisch, doch wirklich eklig schmeckte das nicht. Ein bißchen salzig. Ich entschloß mich dafür, es kurzerhand herunter zu schlucken und spülte mit einem Schluck Cola nach. Der Mitbewohner ließ uns nach dem Ausdrücken seiner Zigarette zum Glück wieder alleine.
Er war kaum aus der Tür, da fragte mein Freund mich „Was hast'n jetzt damit gemacht?“ Ich zupfte die Shorts wieder an ihren Platz. „Runtergeschluckt. Wo hätte ich sonst damit hin sollen?“ antwortete ich. Er guckte mich an und grinste. Ich grinste zurück „Das war aber knapp, fast hätt er uns erwischt.“ Mein Freund nickte. „Sag mal, bist du dir sicher, daß du das vorher noch nie gemacht hast?“ erkundigte er sich während er den Reißverschluß seiner Jeans hochzog. „Wie bitte? Mit wem denn?“ ich war irritiert. „Dafür, daß du das noch nie gemacht hast, wußtest du aber sehr genau, was du da tust!“
Tja, mein Lieber. Ich bin halt nicht blöd. Wissen ist Macht. Ich habe ihm bis heute nicht verraten, woher ich wußte, was ich da am Besten tun und lassen soll. Seit diesem Tag weiß ich auch um die Macht dieses kleinen Wörtchens Blowjob und der Gedanke, daß das doch „bäh“ sei, ist mir nie wieder in den Sinn gekommen.
Rosenrote - 24. Okt, 11:58 - Kategorie:
Neuland