Dienstag, 19. Juni 2007

Beziehungsweise

Es gibt vermutlich so viele Auffassungen, wie eine gute Beziehung auszusehen hat wie es Menschen gibt, die Beziehungen führen. Zu einer guten Beziehung gehören nach allgemeiner Meinung manchmal Dinge, mit denen ich persönlich ein sehr großes Huhn zu rupfen habe oder die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Sexuelle Treue:
Ich bin kein sexuell treuer Mensch. Ich bin loyal und mit mir kann man durch dick und dünn, gute und schlechte Zeiten gehen. Hat man mich erstmal an der Seite, ist es schwer, mich wieder loszuwerden - auch wenn ich in sexueller Hinsicht manchmal eigene Wege gehe. Es ist für mich kein Zeichen von Liebe, wenn mir jemand verspricht, nur noch mit mir zu schlafen. Es ist eine Verzichtserklärung in der Hoffnung, ich würde den gleichen Vertrag unterschreiben. Ich habe immer machen können was ich möchte und gerade diese Freiheit, selber wählen zu können, hat mich enger an den Menschen geschmiedet, der mir diese Freiheit gewährt hat. Es sollte selbstverständlich sein, daß man auf sich selber aufpaßt und die Verantwortung übernimmt für sein Handeln. Safer Sex ist somit obligatorisch, denn nichts gibt mir das Recht, den Menschen an meiner Seite mit einer Krankheit anzustecken. Genauso selbstverständlich sollte es sein, daß man seinem Partner das gleiche Recht gibt, das man für sich selber in Anspruch nimmt.

Eifersucht:
Ich weiß nie genau, ob ich Menschen auslachen oder aber bedauern soll, die mir ernsthaft erzählen, für sie gehöre Eifersucht zu einer guten Beziehung dazu. Für mich ist Eifersucht überflüssig und nichts geht mir mehr auf die Nerven, als wenn ich ständig mit Eifersucht konfrontiert werde. Eifersucht hat nichts damit zu tun, daß man seinen Partner liebt, sondern ist für mich ein klares Anzeichen, daß jemand Besitzansprüche stellt, mangelndes Vertrauen in sich selber hat, Angst hat und sich dem nicht stellt, Horrorszenarien vor dem geistigen Auge pflegt und versucht, die eigene Beziehung mit "Beweisen" für (meist gar nicht existente) Bedrohungen zu sabotieren.


Privatsphäre:
"Wir haben keine Geheimnisse voreinander." Ein Satz, bei dem sich mir die Nackenhaare hochstellen. Ich habe eine Menge Geheimnisse, sogar vor mir selber. Post, E-Mails, Handys, Rechnungen, Unterlagen, etc. des Partners sind für mich genauso tabu wie ich es auch von ihm erwarte. Unterhalte ich mich zum Beispiel mit einer Freundin über ihre Probleme am Telefon, dann geht meinen Partner das bei aller Liebe nichts an. Denn meine Freundin redet mit mir, nicht mit meinem Partner und ich habe schlicht nicht das Recht, ihre Probleme mit jemand anderem zu erörtern. Soviel Vertrauen sollte mein Partner schon in mich haben, dann nicht jedesmal die großen Verschwörungen hinter meinem Verhalten zu wittern. Ich muß nicht alles von meinem Partner wissen, auch wenn ich ein überaus neugieriger Mensch bin. Was er mir erzählen will, wird er mir erzählen - wenn nicht, dann hab ich Pech gehabt und es gibt weder einen guten Grund noch eine Rechtfertigung dafür, in den privaten Dingen meines Partners herum zu schnüffeln.


Freiraum:
Ich brauche eine Menge davon. Ich bin kein Mensch, der alles vierundzwandzig Stunden den Tag, sieben Tage die Woche gemeinsam machen kann. Davon werde ich aggressiv. Ich brauche Zeit für mich, meine Interessen, meine Freunde, meine Hobbies. Und wenn ich einfach nur in der Sonne liegen und mir einen gepflegten Sonnenbrand auf der Nase holen möchte. Ich frage auch nie "Was machen wir heute?" sondern bei mir lautet die Frage "Was hast du heute vor?" Und es ist mir zuwider, wenn jemand seine Bedürfnisse im Schrank verstaut, um sie mir dann später vorzuwerfen. Wenn mein Partner keine Lust hat, etwas mit mir zu unternehmen, sondern lieber mit seinen Kumpels zum Fußball oder Pokern oder in den Stripclub will, dann soll er das auch sagen und tun. Ich kann gut alleine bleiben, ich bin schließlich kein Kind mehr, bei dem man befürchten muß, daß es die Bude abbrennt während man nicht da ist. Auch hier gilt: Was ich mir nehme, gebe ich auch.
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Schneeweischens & Rosenrotes elf Minuten

Wir sind ...

... zwei Frauen.
... Jägerinnen.
... Sammlerinnen.
... so jung wie wir uns fühlen.
... uns in vielen Dingen sehr ähnlich.
... in anderen Dingen wiederum sehr verschieden.
... so nett, dem Bösen Wolf die Türe zu öffnen.
... bereit, ihn seine Geschichten erzählen zu lassen.
... erreichbar unter elf.minuten@web.de

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der Freibrief ist noch...
der Freibrief ist noch nicht eingelöst worden......
Schneeweischen - 6. Okt, 21:30
Wo steckst Du nur? Hast...
Wo steckst Du nur? Hast Du Dich vom Freibrief noch...
Stueck (anonym) - 3. Okt, 15:49
:-D
:-D
Schneeweischen - 25. Sep, 21:04
Warum war mir das klar??...
Warum war mir das klar?? *grübel*
Stueck (anonym) - 25. Sep, 15:14
Richtig
interessant wird es immer erst, wenn 'Stop' nicht mehr...
promisc - 25. Sep, 00:07

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Zuletzt aktualisiert: 11. Okt, 17:49

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