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Die Last mit der Lust

Gemütliches Beisammensitzen mit Frühstück. Die Unterhaltung dreht sich um den Ausbildungsalltag, Ärger mit Behörden und die Unerläßlichkeit von Eltern (ohne geht nicht, mit auch nicht). Plötzlich holt meine Bekannte tief Luft und versucht, mich anzuschauen ohne rot zu werden.
"Sag mal, kennst Du das?" fragt sie mich.
"Kenne ich was genau?" stelle ich die Gegenfrage und bemerke aus den Augenwinkeln, wie ihr Freund die Augen verdreht.
"Daß du gar keine Lust auf Sex hast!" in ihrer Stimme liegt der Wunsch nach Bestätigung.
"Ähm," gebe ich von mir und überlege fieberhaft, was ich jetzt sagen soll. "Naja, ich finde Sex entspannend und ich habe selten überhaupt keine Lust."
Sie wirft mir einen neugierigen, fragenden Blick zu. "Wie machst Du das?"
"Einfach abschalten, Streß und störende Gedanken beiseite schieben, Sex haben und genießen," erwidere ich.

Mir schlägt Ärger nicht auf die Lust, für mich gibt es nichts angenehmeres um Streß abzubauen. Außerdem schläft man danach so gut. Und wie ist das bei Euch?
hobo - 6. Mrz, 12:00

also wenn lust last ist - bin ich ein lastesel :o)

SingleMama - 6. Mrz, 12:44

wobei ich Esel eher mit "bockig" und "stur" assoziiere *gg*
hobo - 6. Mrz, 12:46

das sind eben die vorurteile, mit denen wir esel kämpfen müssen
SingleMama - 6. Mrz, 12:51

*gg*
ich sag jetzt nix mehr dazu *gg*
Rosenrote - 6. Mrz, 13:14

Die armen Esel ... ;-)
hobo - 6. Mrz, 13:38

sag ich doch immer ;o)
SingleMama - 6. Mrz, 12:43

... und selbst, wenn ich zunächst keine Lust verspüre - der Appetit kommt bekanntlich beim Essen :o)

hobo - 6. Mrz, 12:45

sagt man. obwohl ich ja schon lust habe bevor ich essen kann :o)
SingleMama - 6. Mrz, 12:50

*lach*
manchmal habe ich auch gewaltiges Magenknurren, bevor ich am Tisch sitze ;o)
Rosenrote - 6. Mrz, 13:15

So kann man das natürlich auch sehen ;-) Mir geht es da ähnlich - gut zu wissen, daß ich nicht ganz alleine bin ;-)
Schneeweischen - 6. Mrz, 19:37

ich habe nur in den Tagen vor den Tagen weniger Lust auf Sex. Ansonsten... kannst mich nachts dafür wecken! Oder mittags von der Arbeit entführen! Egal welcher Stress und Ärger herrscht.

lemonendres - 6. Mrz, 20:08

Also, wenn ich das so verstehe ist lust und Sex zur Therapie da.
Das mit dem gut schlafen kann ich nur bestätigen, zum Leidwesen...

Schneeweischen - 6. Mrz, 20:52

wenn man dafür offen ist - ja, dann kann es eine Art Therapie sein!
Zeitloope - 7. Mrz, 19:24

"last mit der lust" ist ganz gut getroffen. mann sucht sich seinen partner nicht unbedingt zuerst nach dessen sexuellen appetit aus und zu beginn lässt sich ja sowieso nicht sagen wie die "sexkurve" dann weiterverläuft.
ohne blöd und angeberisch daherschreiben zu wollen, kann eine ausschliessliche, partnerschaftliche beziehung für mich schon eine gewisse durststecke bedeuten - so richtig ausgelassen und ausgeglichen war ich eigentlich nur zu zeiten, als ich mehrere partner hatte. ich denke, dass sex jedoch für mich niemals mittel zum zweck oder ersatz für anderes war.

Evil Eye Kitten - 8. Mrz, 16:19

wie schön für dich, liebe rosenrote...
finde ich wirklich toll, dass du so resistent gegenüber alltagsproblemen bist... o_0

Zeitloope - 8. Mrz, 16:33

vielleicht resultiert die resistenz ja aus einem gesunden sexualleben, hm? (man kanns gut und gern auch mal multidimensional betrachten, nicht nur monokausal, ala: stress und/oder probleme und/oder X ergiebt sexuelle unlust)
...vielleicht will auch nicht jedes männchen den vogeltanz zum zehnten mal aufführen, nachdem das gesamtsetting endlich im grünen bereich ist.
Evil Eye Kitten - 8. Mrz, 16:52

Achja... In diesem Falle habe ich anscheinend kein gesundes Sexualleben. Was will man machen?
Nicht jeder kann so eine stets bereite Einstellung zu Sex haben. Die Welt kann echt ungerecht sein.
Vor allem zu denjenigen, die sich an einem ziemlich unrealistischen Standard messen und sich so einem Druck aussetzen, dem sie nicht standhalten können.
Rosenrote - 8. Mrz, 17:09

Frage 1: Wo mißt sich hier jemand an einem "unrealistischen" Standard? Nur, weil ich mir etwas für mich selber nicht vorstellen kann, heißt das noch lange nicht, daß es für einen anderen genauso sein muß.
Frage 2: Wo setzt sich hier jemand "Druck" aus, bzw. was bringt Dich zu der Annahme, daß es so sein könnte?

Mein Sexualleben hat mit meinen Alltagsproblemen nichts zu tun und beides steht nicht zwangsläufig in einer Wechselbeziehung. Und das, was Du "Resistenz" nennst, ist nichts anderes als ein gesundes Wissen darum, daß sich für jedes Problem eine Lösung finden läßt, egal ob man Sex hat oder nicht.
Evil Eye Kitten - 8. Mrz, 17:35

Frage 1: Wer geht hier mit seiner ständigen Lust hausieren?
Frage 2: Welche Frau, die das liest und nicht ständig vom Stuhl rutscht vor lauter "Lust", stellt sich hier nicht die Frage, wer hier nicht ganz normal ist?

Mein Sexualleben fliesst sehr wohl auch in meinen Alltag ein, vice versa. Ich bin ein Mensch als Ganzes, ich kann nicht zwischen den einzelnen Bereichen trennen. Wenn es mir schlecht geht, geht es mir schlecht. Aus, basta!
Und dein "gesundes Wissen" mag auf dein aussergewöhnliches Leben zutreffen, doch "leider" unterscheiden wir uns auch in diesem Punkt. (Ich würde auch gerne einmal meiner Freundin triumphierend mit meiner ständigen Lust kommen, wenn sie Probleme hat, die sie belasten und welche sie als ganz normaler Mensch auch in ihrer Sexualität hemmt, anstatt sie zu fragen, was denn genau in ihrem Leben los ist und ihr meine Hilfe anzubieten... - welch tolles Gefühl muss das sein. )
Rosenrote - 8. Mrz, 18:09

Nun, Diskussion entsteht dann, wenn Fragen nicht mit Gegenfragen beantwortet werden. Hier geht niemand hausieren mit seiner Lust, wir erzählen Geschichten und Anekdoten, die sich um das Thema "Männer, Frauen, Sex, Liebe, Lust" drehen. Ein Ausschnitt aus dem Leben dreier Menschen und aufgrund eines Ausschnittes Rückschlüsse auf die Sozialkompetenz zu ziehen, finde ich persönlich etwas gewagt ...

Wenn es mir schlecht geht, dann bin ich krank. Mit Magendarm-Grippe drehen sich meine Gedanken nicht um Sex, sondern um Jammern und Schlafen. Mein Leben ist nicht außergewöhnlich, sondern normal. Wie es Dir erscheinen mag, ist und bleibt Ansichtssache und wird von den Werten geprägt sein, die man Dir vermittelt hat.

Zu Deinerm Polemik Argument in Klammern: Hättest Du den kurzen Text, auf den sich diese Diskussion bezieht, aufmerksam gelesen, dann wäre Dir nicht entgangen, daß meine Freundin mir eine Frage gestellt hat auf die ich geantwortet habe. Der weitere Verlauf dieses Gesprächs, das sich dann darum drehte, wie man generell den Streß und Ärger im Job nicht mit nach Hause nimmt, wie man ihn abbaut und wie man auf andere Art und Weise abschalten kann um unter anderem auch den Kopf wieder für erfüllende Sexualität frei zu bekommen, habe ich aus einfachem Grunde nicht gepostet: Ich wollte unseren Lesern eine Frage stellen und der weitere Verlauf des Gesprächs war dafür nicht erheblich.

Die ganz einfache Frage: Was bringt es Dir, hier zu lesen und die Menschen, die hier über einen Ausschnitt ihres Lebens schreiben, als "nicht ganz normal" hinzustellen? Ist es so schwer verständlich, daß es Menschen gibt, die mit dem Faktor Ärger, Streß, Probleme und wie diese das Sexualleben beeinflussen, anders umgehen? Wenn Du Dich hier nicht wohlfühlst, dann zwingt Dich auch niemand zum Lesen.
schneeweischen (Gast) - 8. Mrz, 20:21

@Evil Eye Kitten: warum greifst Du uns so an??? Bist Du noch so jung, dass es Dir an Lebenserfahrung fehlt und Du so nicht weißt, dass es verschiedene sexuelle Bedürfnisse gibt und nichts Standard ist? Oder bist Du neidisch auf uns?
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