Herbstlicht
Goldener Oktober. Ich sitze auf einer Parkbank. Die Sonne scheint mir ins Gesicht und hinterläßt ein goldenes Funkeln auf der Oberfläche des Sees. Blätter tanzen in der Luft und es riecht nach Erde, Moos, Pilzen und feuchtem Laub. Die Sonne schenkt ein wenig Wärme und läßt erahnen, daß sie bald ihre Kraft für die kommenden Monate verlieren wird.
Ich bin alleine. So alleine man sein kann wenn man sich mit Spaziergängern und Hunden einen Park teilt. Diese letzten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut ... Zu schade, um hier alleine zu sitzen und gedankenverloren auf das Wasser zu schauen.
Zwei Kilometer laufen, klingeln, die Treppen hoch gehen. Ihm das Telefon aus der Hand nehmen, auflegen und aufs Sofa ziehen ohne dabei ein Wort zu sagen. Draußen ein paar spielende Kinder. Drinnen tanzt der Staub auf den breiten Bahnen, die das goldene Herbstlicht durch die Ritzen der Rollos mitten durchs Zimmer zieht.
Ein Blick in seine Augen. Er haßt mich dafür, daß ich mit ihm machen kann, was immer mir in den Sinn kommt. Und er will mich dafür, daß ich dann auftauche, wenn mir der Sinn danach steht. Dafür, daß er meiner nicht habhaft werden kann, sondern daß ich ihm jedesmal entgleite. Er will wissen, was hinter der geheimnisvollen Fassade steckt und ist jedesmal hellauf entsetzt über das, was er findet - wenn ich ihm einen flüchtigen Blick gewähre.
Diese Faszination in seinen Augen ... Als ob er einem wilden Tier gegenüber steht und sich nicht entscheiden kann, ob es jetzt Zeit ist, die Beine in die Hand zu nehmen oder einfach stehen zu bleiben um zu schauen, was passiert. Und die Angst, meiner wieder einmal nicht habhaft zu werden, ganz egal wie sehr ich mich vergessen kann während ich auf ihm sitze und mich quälend langsam bewege.
Die Rollos bewegen sich sacht im Wind. Eine Bahn goldenes Licht fällt über sein Gesicht und ich kann mein Spiegelbild darin erkennen. Ich habe es geahnt. Doch noch viel besser als eine vage Vermutung ist die Bestätigung. Ich weiß, was er in mir sieht. Und er weiß nicht einmal, wie nahe er der Wahrheit gerade gekommen ist.
Ich bin alleine. So alleine man sein kann wenn man sich mit Spaziergängern und Hunden einen Park teilt. Diese letzten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut ... Zu schade, um hier alleine zu sitzen und gedankenverloren auf das Wasser zu schauen.
Zwei Kilometer laufen, klingeln, die Treppen hoch gehen. Ihm das Telefon aus der Hand nehmen, auflegen und aufs Sofa ziehen ohne dabei ein Wort zu sagen. Draußen ein paar spielende Kinder. Drinnen tanzt der Staub auf den breiten Bahnen, die das goldene Herbstlicht durch die Ritzen der Rollos mitten durchs Zimmer zieht.
Ein Blick in seine Augen. Er haßt mich dafür, daß ich mit ihm machen kann, was immer mir in den Sinn kommt. Und er will mich dafür, daß ich dann auftauche, wenn mir der Sinn danach steht. Dafür, daß er meiner nicht habhaft werden kann, sondern daß ich ihm jedesmal entgleite. Er will wissen, was hinter der geheimnisvollen Fassade steckt und ist jedesmal hellauf entsetzt über das, was er findet - wenn ich ihm einen flüchtigen Blick gewähre.
Diese Faszination in seinen Augen ... Als ob er einem wilden Tier gegenüber steht und sich nicht entscheiden kann, ob es jetzt Zeit ist, die Beine in die Hand zu nehmen oder einfach stehen zu bleiben um zu schauen, was passiert. Und die Angst, meiner wieder einmal nicht habhaft zu werden, ganz egal wie sehr ich mich vergessen kann während ich auf ihm sitze und mich quälend langsam bewege.
Die Rollos bewegen sich sacht im Wind. Eine Bahn goldenes Licht fällt über sein Gesicht und ich kann mein Spiegelbild darin erkennen. Ich habe es geahnt. Doch noch viel besser als eine vage Vermutung ist die Bestätigung. Ich weiß, was er in mir sieht. Und er weiß nicht einmal, wie nahe er der Wahrheit gerade gekommen ist.
Rosenrote - 6. Okt, 18:51 - Kategorie: Immer nur Sex im Kopf


Realitäten
Und wenn es um Lust geht, dann sollten wir bis an den Rand unserer Sehnsucht gehen.
Ob andere es verstehen, ist nicht an uns. Wir können reden, tun, doch hören und sehen müssen sie selbst.
Kurz: interessanter Text.