Ich will jetzt nicht
Das scheint mein neuer Lieblingssatz im Umgang mit dem Mann, mit dem ich einigermaßen regelmäßig Sex habe, zu werden.
Das wiederum führt nämlich zu dem sehr lustigen Effekt des Genörgels an meiner Person, weil ich einfach nicht einsehen will, der mir zugedachten Rolle zu entsprechen. Ist ja nicht so, daß schon seit langem bekannt wäre, wie ich zu bestimmten Dingen wie Beziehung, Treue, Partnerschaft, Freiraum, Sex und so weiter eingestellt bin. Und ich prinzipiell mit offenen Karten spiele - was auch einschließt, daß ich keine Versprechungen mache, die ich nicht halten kann.
Er ist nett. Er ist lieb. Er ist rücksichtsvoll. Er ist gut im Bett. Er himmelt mich an. Er würde mich auf Händen tragen (wenn ich das wollte). Und er geht mir im Moment gewaltig auf die Nerven. Weil er an mir zerrt. Weil er ständig eingeschnappt ist wenn ich nicht sagen und tun mag, was er hören und sehen will. Weil er aus mir unbedingt ein handzahmes Schmusekätzchen machen will. Weil er nicht verstehen kann oder will was ich ihm sage.
Ich bin mir nicht mal sicher, was er mit diesem Verhalten erreichen will. Außer mir auf die Nerven zu fallen und das in einem Maße, daß ich einen geplatzten Termin dazu nutze, mir meine Auszeit zu nehmen und ihn in dem Glauben zu lassen, daß ich den Termin wahr genommen hätte. Mittlerweile zweifel ich an meiner Fähigkeit, klar und deutlich zu kommunizieren. Oder ist der Satz "Ich brauche einfach Ruhe nach einem beschissenen Tag, um meine schlechte Laune auszukurieren und nur mir selber auf den Geist zu gehen" jetzt wirklich so schwer verständlich?
Wenn ich mich nicht bald verständlich machen kann, dann explodiere ich. Egal, wie sehr man sich das manchmal wünschen mag, bestimmte Dinge funktionieren einfach nicht so, wie man sich das so vorstellt. Soll ich mir einreden, damit glücklich zu sein mich eingesperrt und gegängelt zu fühlen?
Alles, was da im Moment noch an irgendwelchen Gefühlen da ist, das ist ein leises Bedauern und dieser Satz "Schade um den guten Sex". Der Preis ist mir irgendwie zu hoch. Ich will jetzt nicht ... heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen und Baum pflanzen. Und auch niemanden, der mich dazu zwingen will. Nö, ich will jetzt nicht.
- "Ich will nicht Freitags nach der Arbeit zu Dir fahren. Ich will in mein Bett mit meinem Buch und das Handy ausschalten und in Ruhe bei Kerzenschein lesen - alleine!"
- "Ich will jetzt nicht darüber diskutieren und weder will noch werde ich mich rechtfertigen, weil ich jetzt nach Hause will wo ich wenigstens Kerzen anmachen kann ohne Angst zu haben, daß dabei ein Papierberg in Flammen aufgeht."
- "Ich will jetzt nicht telefonieren, ich sitze in der Bahn und ich muß hier nicht den Alleinunterhalter spielen."
- "Ich will jetzt nicht händchenhaltend über den Trödelmarkt laufen wie ein angeleinter Hund. Ich will stehen bleiben und gucken und zurück laufen wie es mir in den Sinn kommt."
- "Ich will jetzt nicht bemuttert und betüddelt und vor vermeintlichen Gefahren beschützt werden, da ich mir durchaus selber zu helfen weiß."
Das wiederum führt nämlich zu dem sehr lustigen Effekt des Genörgels an meiner Person, weil ich einfach nicht einsehen will, der mir zugedachten Rolle zu entsprechen. Ist ja nicht so, daß schon seit langem bekannt wäre, wie ich zu bestimmten Dingen wie Beziehung, Treue, Partnerschaft, Freiraum, Sex und so weiter eingestellt bin. Und ich prinzipiell mit offenen Karten spiele - was auch einschließt, daß ich keine Versprechungen mache, die ich nicht halten kann.
Er ist nett. Er ist lieb. Er ist rücksichtsvoll. Er ist gut im Bett. Er himmelt mich an. Er würde mich auf Händen tragen (wenn ich das wollte). Und er geht mir im Moment gewaltig auf die Nerven. Weil er an mir zerrt. Weil er ständig eingeschnappt ist wenn ich nicht sagen und tun mag, was er hören und sehen will. Weil er aus mir unbedingt ein handzahmes Schmusekätzchen machen will. Weil er nicht verstehen kann oder will was ich ihm sage.
Ich bin mir nicht mal sicher, was er mit diesem Verhalten erreichen will. Außer mir auf die Nerven zu fallen und das in einem Maße, daß ich einen geplatzten Termin dazu nutze, mir meine Auszeit zu nehmen und ihn in dem Glauben zu lassen, daß ich den Termin wahr genommen hätte. Mittlerweile zweifel ich an meiner Fähigkeit, klar und deutlich zu kommunizieren. Oder ist der Satz "Ich brauche einfach Ruhe nach einem beschissenen Tag, um meine schlechte Laune auszukurieren und nur mir selber auf den Geist zu gehen" jetzt wirklich so schwer verständlich?
Wenn ich mich nicht bald verständlich machen kann, dann explodiere ich. Egal, wie sehr man sich das manchmal wünschen mag, bestimmte Dinge funktionieren einfach nicht so, wie man sich das so vorstellt. Soll ich mir einreden, damit glücklich zu sein mich eingesperrt und gegängelt zu fühlen?
Alles, was da im Moment noch an irgendwelchen Gefühlen da ist, das ist ein leises Bedauern und dieser Satz "Schade um den guten Sex". Der Preis ist mir irgendwie zu hoch. Ich will jetzt nicht ... heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen und Baum pflanzen. Und auch niemanden, der mich dazu zwingen will. Nö, ich will jetzt nicht.
Rosenrote - 21. Nov, 16:30 - Kategorie: So bitte nicht

