Nicht nur Sex
Der erste Mann (naja, Junge... ) der mich zärtlich umarmte und küsste, mit dem ich nur ein oder zwei Tage zusammen war... den habe ich vergessen. Komplett. Bis heute. Heute erhielt ich eine Email von einem Freund, der noch in der Stadt lebt, in der ich meine Jugend verbrachte. Er leitete mir eine Mail weiter, die er als x-ter im Verteiler erhielt. Ich las mir den Verteiler durch und blieb bei dem einen Namen hängen. *pling* war die Erinnerung an ihn wieder da. Ich war 14, meine Freundin hatte mich aufgepeppt, wir standen am Autoscooter (wah, wo sonst nit wahr) des Jahrmarktes und machten den Kerlen schöne Augen. Er war mit meiner Freundin bekannt und kam her. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam: er nahm meine Hand, dann stand er irgendwann hinter mir, umarmte mich von hinten, schmuste mit mir. Ich war aufgeregt bis zum Umfallen. Im Laufe des frühen Abends kam es zum ersten Kuss. Meinem ersten Kuss. Und er roch so toll nach irgendeinem Herrenduft. Am zweiten Jahrmarktabend ließ er mir von meiner Freundin ausrichten, dass er nicht mehr wolle. Tse!
Schneeweischen - 6. Jun, 20:31 - Kategorie:
Nicht nur Sex
nein, der 40-Minuten-Mann hat mich leider nicht entführt. Naja, gedanklich schon. Am Telefon sagte ich ihm, dass wir uns besser aus dem Weg gehen. Er hält sich daran... und wenn wir uns zufällig begegnen, grinsen wir uns lange an...
Hier ferngehalten hat mich was anderes. Ich musste mich entlieben, und es fiel sehr schwer. Geschafft, indem ich mich von einem Kollegen hab verführen lassen und so auf andere Gedanken kam. Und ihn, von dem ich mich entlieben musste, etwas gehasst und verachtet habe. Nun habe ich mich beruhigt. Es geht mir jetzt schon fast am A. vorbei.
So, draus gelernt und nun passe ich besser auf mich auf. Kein Sex mehr mit anderen. Ich bin wieder monogam und werde das auch erhalten - ist mir einfach angenehmer auf Dauer. Zumal mir ja noch nicht mal was fehlt...
Schneeweischen - 15. Apr, 19:47 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Seit anderthalb Stunden hüllt mich die warme und unvergleichliche Stimme Aretha Franklins ein, singt mir Lieder über das Leben während ich selbstvergessen dem Teelicht dabei zuschaue, wie es sich selber verbrennend dem Erlöschen nähert. Der Mann an meiner Seite ist schlafen gegangen und ich bin alleine. Nur die Musik und meine Gedanken leisten mir Gesellschaft. Mir ist, als ob Erinnerungen lautlos durch den Raum schweben. Irgendwie stehe ich Kopf und betrachte die Welt, als hätte ich sie noch nie gesehen. Ich kenne mich selber nicht mehr.
Ich war nie das, was man als Schmusekatze bezeichnen würde. Ich gehe zuviel Nähe aus dem Weg und es gab nur einen Menschen, den ich wirklich nahe an mich heran gelassen habe und der mir Schritt für Schritt entglitten ist. Für alle anderen war ich immer die Starke, die es zu besiegen galt. Besiegt wurde ich selten, ich vermittelte anderen nur subtil das Gefühl, den Sieg über mich errungen zu haben. Doch die Fäden habe ich nicht aus der Hand gegeben - was passierte, das passierte nach meinem Willen. Ich bekam, was ich wollte. Ich ging danach wieder meiner Wege.
Ich war nie auf der Suche nach Nähe, weil ich sie nie vermißt habe. Abenteuer ist und war das Ziel meiner Streifzüge. Die Antwort auf die Frage finden "Geht da was und wenn ja, was geht da?" Schon komisch, ich kann mit wildfremden Männern Sex haben doch jemandem zu gestatten, mich einfach nur zu streicheln kann ich in den meisten Fällen nicht haben. Irgendwann muß ich das mal gelernt haben - zu viel Nähe ist böse und tut weh.
Was passiert hier und vor allem, was geschieht mit mir? Ist das nur eine Phase? Ein Lernprozeß? Der Beginn von etwas neuem? Ein verschüttetes Bedürfnis? Was auch immer es ist, es führt dazu, daß ich nachts ratlos herumsitze und lange nicht mehr gehörte Musik höre, zu viel rauche und versuche, das Rätsel mit aller Macht lösen zu wollen. Geht nicht, ich renne mit dem Kopf vor eine Mauer.
Vor ein paar Tagen im Bistro. Unterwegs mit anderen und ich bin nicht in der Lage, dem Gespräch zu folgen. Weil eine Hand unter dem Tisch auf meinem Knie ruht, die zu dem Mann gehört, der eigentlich tabu ist. Und mit dem ich uneigentlich alleine sein, von dem ich berührt und festgehalten werden will. Und den ich gerne verfluchen würde, weil er diese Schmusekatze in mir geweckt hat. Nähe ist im Moment nicht böse und sie tut nicht weh. Ich bin mir nicht mal sicher, was das ist. Neugier? Liebe? Machtspielchen mit mir selber? Wie schizophren klingt das denn? Ich pendel zwischen zwei Extremen und egal, wo und bei wem ich bin, ich bin jedesmal voll und ganz da. Weiß nicht mehr, wo ich hin gehöre. Was ich will. Wohin das alles führen soll. Dieser Zustand müßte an mir zerren, mich unter Spannung setzen. Seltsamerweise fühle ich mich ruhiger denn je. Lebendig und alles, was wichtig ist, das ist der Moment. Von einem zum anderen. Ich kann auch nicht weiter denken als von einem Moment zum nächsten.
Irgendwann muß ich reinen Tisch machen. Was soll ich dann sagen? Und zu wem? "War nett mit Dir, doch aus mir macht man auf Dauer keine Schmusekatze?" oder "Ich geh dann mal, Dein ehemals bester Freund gibt mir jetzt genau das, was ich in diesem Moment brauche?"
Was ist das, was mich dazu bringt, alles einschließlich mich selber zu vergessen, wenn er mich berührt? So gut sind wir auch nie befreundet gewesen als daß das Vertrauen so tief gehen kann. Woher kommt diese Intensivität, die mich in meinen Grundfesten erschüttert und auf den Kopf stellt? Wenn ich in den Spiegel gucke, schaut mich eine vage vertraute Person an, die mir die Frage stellt "Wer bist du?" Madame Rosenrote, dann wollen wir mal sehen, was Du am Ende findest, wenn die Nebel sich lichten, die Welt nicht mehr auf dem Kopf steht und Du die Antworten auf Deine Fragen hast. Die Lektion erscheint dann, wenn der Schüler bereit ist. Simple as that.
Rosenrote - 13. Mrz, 02:37 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Tja, das hätte mir mal vorher einer verraten sollen. Nicht nur, daß mich gerade mein Gewissen plagt - verschweige ich doch zum ersten Mal willentlich, was passiert. Nein, ich darf auch noch erfahren, daß ich mir ausgerechnet den Mann ausgesucht habe, der schon seit langer Zeit heimlich in mich verschossen ist. Die meisten haben es gewußt oder immerhin vermutet - ich wäre im Leben nicht darauf gekommen wenn ich nicht mit der Nase drauf gefallen wäre. Der eine wähnt sich am Ziel seiner Träume - und ich frage mich, wann ich aus diesem Traum mit Tendenz zum Horror wieder aufwache. Hinterher, geneigter Leser, hinterher ...
Rosenrote - 1. Mrz, 20:23 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Frauen haben ihre Tage. Das ist soweit ja bekannt. Frauen haben sehr unterschiedlich ihre Tage... das ist nicht jedem bekannt.
Ich leide in den 3 Tagen vor meinen Tagen stark unter emotionaler Überempfindlichkeit. Ich sitze in der Zeit auf einem "Pulverfass" und jeder Funke zündet es. Ich bin nah am Wasser, schnell beleidigt, hochagressiv und sehr schnell genervt. Mich stört die sprichwörtliche Fliege an der Wand.
Meine Tage selber sind nur kurz, leicht und völlig schmerzlos. Die emotionale Überempfindlichkeit ist dann übrigens ab dem ersten Regeltag vorüber. Wenn ich 1-2 Wochen vor den Tagen schlimmen Stress hatte (bösen Streit, unterdrückte Wut, anderen schweren Kummer etc.), habe ich meine Tage länger, stärker und ich spüre sie unangenehm bis sogar schmerzhaft.
In den 7-10 Tagen nach meinen Tagen (naja, ab dem 2. Regeltag schon) bin ich sehr "willig"... Als ich vor einigen Jahren die Pille 3 Jahre lang nicht nahm, war es noch stärker ausgeprägt. In der Zeit habe ich die meisten Männer gehabt.
Wie ergeht es euch so?
Schneeweischen - 23. Feb, 23:30 - Kategorie:
Nicht nur Sex
... dass ich auf dem besten Weg bin, das letztens Verlorene wiederzufinden...
es geht um meinen inneren Frieden... um meine Würde...
Schneeweischen - 22. Feb, 19:50 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Halb zwölf. Dunkel im Raum und das Licht der Laterne vor dem Fenster malt durch die Rolladen kleine Lichtstreifen auf die Tapete. Es sind vierunddreißig an der Zahl. In den letzten dreißig Minuten sind acht Autos und ein LKW die Straße lang gefahren, ein Güterzug über die tausend Meter entfernten Schienen gerollt. Ich habe mich siebenmal rumgedreht. Von der rechten auf die linke Seite, auf den Bauch und jetzt auf den Rücken. Ich kann zu Recht behaupten, daß ich nicht schlafen kann. Mein Kopf fühlt sich an wie voll gestopft - ähnlich wie der Schrank, den ich als Kind im Zimmer stehen hatte und in den ich einfach alles reingeworfen habe wenn ich aufräumen sollte. Tür auf, Krempel rein, Mutter zufrieden weil Zimmer oberflächlich aufgeräumt.
Ich bin auch nur oberflächlich aufgeräumt. Überall kribbelt es auf meiner Haut als würde ich in einem Ameisenhaufen liegen. Menschen klagen nach einer Amputation über Phantomschmerzen im verlorenen Körperteil. Ich hab noch alles, was vor dreißig Stunden auch noch zu meinem Körper gehörte und was ich fühle, sind die Hände, die jeden Quadratzentimeter meiner Haut berührt haben. Als ob sich die Berührungen unter meine Haut geschlichen hätten. Den Versuch einzuschlafen lege ich ad acta, stehe auf und ziehe mich an. Vielleicht hilft ein ausgedehnter Spaziergang.
Draußen ist es kühl, ein bißchen windig und die Sterne verstecken sich hinter Wolken. Laufen, einfach nur laufen. Mechanisch einen Schritt vor den anderen setzen. Das wohin ist nicht wichtig. Harte Schale, weicher Kern sagen die Leute, wenn sie versuchen, mich in kurzen Worten zu kategorisieren. Nur dreißig Stunden und die harte, rauhe Schale zerkrümelt wie ein alter Weihnachtskeks und rinnt durch meine Finger. Ich brauch meine Schale, ohne bin ich irgendwie nackter als wenn ich ohne Kleidung durch die Innenstadt liefe.
Ich stehe vor einer Telefonzelle, habe keine Ahnung, wie spät es sein könnte und spiele mit den Münzen in meiner Hand. In mir zerrt der Wunsch, ihn anzurufen. Nur ganz kurz hören, das alles in Ordnung ist. Auch wenn gar nichts in Ordnung ist. Doch ich kenne seine Telefonnummer nicht auswendig und das Handy hab ich nicht mitgenommen. Überhaupt, es ist viel zu spät zum Anrufen und ich weiß auch nicht, was ich sagen soll. Mehr als "Hallo" fällt mir nicht ein.
Meine Gedanken treiben mich durch die Straßen. Ab und zu fährt ein Auto an mir vorbei, sonst ist es ruhig und hinter den meisten Fenstern ist das Licht schon lange erloschen. In wie vielen der dunklen Zimmer passiert jetzt genau das, was gestern in seinem passiert ist? Darf es passieren? Obwohl, die Frage lautet nicht, ob das hätte passieren dürfen oder nicht. Denn Fakt ist, es ist passiert und hat mich vollkommen auf den Kopf gestellt. An meine Zigaretten habe ich wenigstens gedacht - sie ruhen in der Tasche meiner Jacke, die mir streng genommen nicht gehört. Mit der Hand schütze ich die Flamme des Feuerzeuges vor dem Wind, es knistert ganz leise und Rauch trudelt in meine Lungen.
Die Zigarette hilft mir auch nicht. Ich habe Mist gebaut und viel schlimmer noch: im Moment verschweige ich ihn. Vor mir selber, dem Mann an meiner Seite, dem besten Freund des Mannes an meiner Seite. Ich habe mir das irgendwann mal geschworen: Nie im Bekannten- und Freundeskreis zu "jagen". Das gibt nur Ärger, verletzte Gefühle und zieht Kreise, die weit über die primär betroffenen Personen hinausgehen. Auch wenn es sie nichts angeht, sie werden nichtsdestotrotz eine Meinung dazu haben, Stellung beziehen, darüber reden und polarisieren. Schon zu oft gesehen, daß solche Geschichten mit der Auflösung ganzer Freundeskreise enden können. Ganz zu schweigen von den Verletzungen, die ich damit einem oder gleich beiden zufügen werde. Aus dieser Situation komme ich nicht unbeschadet raus.
Ich kann nicht mal mehr genau sagen, was und wie ich mich fühle. Von Wut über Frustration über meine eigene Unfähigkeit, "Nein" zu sagen bis hin zu Sehnsucht. Schon wieder eine Telefonzelle. Seit wann haben wir hier in der Ecke so viele Telefonzellen? Von wem habe ich bloß diese Unvernunft und das Talent, mich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen? Ist da was Echtes oder war das alles nur der Ausbruch eines Bedürfnisses, das ich viel zu lange verbuddelt und unterdrückt habe?
Diese respektvolle Art und Weise mit mir umzugehen hat mich getroffen. Mitten ins Schwarze. Ich kämpfe seit Monaten dagegen, den Mann an meiner Seite nicht erreichen zu können und alles, was ich sehe ist, daß er mir immer mehr entgleitet. Wegrutscht in eine Welt, in die ich nicht folgen kann. Und auf einmal tut diese Erkenntnis so grausam weh, daß mir die Luft weg bleibt und mir die Tränen in die Augen schießen. Ob es egal gewesen wäre, welcher Mann letztendlich dieses verschüttete Bedürfnis nach Respekt und Nähe wieder an die Oberfläche geholt hätte? Mußte es ausgerechnet einer der ältesten Freunde des Mannes an meiner Seite sein?
Es ist kurz vor vier als ich wieder vor meiner Wohnungstüre stehe. Ich bin müde, mir tun die Füße weh und meine Gefühle schlafen bereits. Die viele frische Luft hat sie einschlafen lassen. Wie betäubt krieche ich in mein Bett, rolle mich unter meiner Decke zusammen und gleite langsam hinüber in den Traum, daß morgen alles wieder gut sein wird. Morgen.
Rosenrote - 21. Feb, 15:31 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Ich verlor, was ich einst gewann
Ich kann und will es wiederfinden
Wenn meine vom Weinen geschwollenen Augen sich beruhigt haben
werde ich mich auf die Suche begeben.
Schneeweischen - 27. Jan, 22:30 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Wir kamen vom Meer zurück in unsere Unterkunft und es wurde draußen dunkel. Nachdem wir duschen waren, nahm sie die Bodylotion und fing an, mich einzucremen. Eine gute Stunde verwöhnten mich ihre Hände, konnte ich mich an ihr satt sehen.
Dann beugte sie sich über meinen Prinzen. Nahm ihn in den Mund. Nicht nur ein Stück, sondern alles. Die gesamte Größe. Sie bewegte sich, ihren Mund. Langsam und Gefühlvoll. Fast eine weitere halbe Stunde, bis ich mich tief in ihren Mund und Hals entladen durfte. Keine vor ihr und keine nach ihr beherrschte den "Deep Throat" auch nur annähernd wie sie, das perfekte Zusammenspiel von zwei Menschen, die sich perfekt ergänzen.
Soviel Gefühl, so viel Wärme, so viel Nähe. Ich wußte, sie ist die Eine.
Boeser Wolf - 21. Jan, 00:00 - Kategorie:
Nicht nur Sex
hätte ich gewußt...
dann hätte ich nicht...
aber hinterher ist man immer schlauer...
Schneeweischen - 9. Jan, 18:07 - Kategorie:
Nicht nur Sex