Nicht nur Sex
Meine Arbeit ist mitunter anstrengend. Oft genug komme ich genervt aus dem Büro, fahre genervt zu Dir und komme immer noch genervt an. Das sieht bei Dir nicht anders aus. Und es gibt nichts schöneres, als sich dann einfach nebeneinander aufs Bett zu legen, so daß ich meinen Kopf an Deine Schulter kuscheln kann.
Manchmal bleibt es nicht beim kuscheln und streicheln. Dann macht sich meine Hand selbstständig auf, in Deine Hose zu gleiten und Dir sacht die Eier zu kraulen.
Ich liebe diese stillen Momente, wenn die Welt draußen langsam dunkel wird und ich so neben Dir liege, den Kopf an Deiner Schulter oder auf Deiner Brust und meine Hand an Deinem Schwanz. Ich liebe diese Ruhe und das Gefühl, Deinem Herzschlag dabei zuhören zu können wie er beschleunigt während meine Finger um Deinen härter werdenden Schwanz tanzen.
In diesen Momenten fällt der ganze Ärger von mir ab und es gibt nur noch eines, das wirklich zählt. Mit sanften Bewegungen dafür sorgen, daß Dein wohliges Seufzen lauter, das Pulsieren in Deinem Schwanz härter wird.
Bis ich irgendwann die harte Pracht von all dem überflüssigen Stoff befreie, den Kopf auf Deinen Bauch lege, die Hand fest um Deinen Schaft und die Lippen an Deiner Eichel.
Deine Hand krallt sich in meine Schulter während ich zufrieden höre, wie Dein Atem tiefer und lauter wird. Meine Hand und mein Mund sind ein eingespieltes Team und treiben Dich dahin, wo ich Dich haben will. Bis Du mit letzten lauten Seufzer tief in meinem Mund nachgibst und mir Dein weißes Gold heiß die Kehle hinunterrinnt.
Ich weiß, daß ich mir ein zufriedenes Grinsen nie verkneifen kann wenn ich Dich dann vollkommen entspannt neben mir liegen sehe. Und dieser Anblick berührt mich und bringt etwas tief in mir zum Klingen.
Ich mag es, danach in Deine Arme zu krabbeln, mich festhalten zu lassen, gemeinsam zu schweigen und zu wissen, der Alltag kommt wieder. Aber erst morgen.
Rosenrote - 20. Sep, 08:53 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Ich kann von Glück sagen, daß die Elf Minuten kein Kind sind - ich hätte schon lange das Jugendamt vor der Türe stehen, das mal nach dem Rechten sehen will weil die Nachbarn eine Beschwerde wegen Vernachlässigung eingereicht haben.
Es ist noch nicht einmal so, daß ich keinen Sex hätte. Im Gegenteil. Ich weiß auch nicht so ganz, wie ich es bei meiner im Moment äußerst knapp bemessenen Zeit überhaupt noch schaffe, Sex zu haben. Ich will Tage mit mehr Stunden, damit ich das ganze Leben, was unbedingt gelebt und erfahren werden will, auch endlich mal leben kann.
Während ich diese Zeilen schreibe, steht der Mann der Stunde in der Küche, wäscht ab und macht Nudelsalat. Über den ich einen halben Roman schreiben könnte wenn ich denn die richtigen Worte fände.
Auch wenn im Blog davon (noch) nichts zu lesen ist und ich meine Kostbarkeiten lieber im Geheimen anschaue, die Frau Rosenrote räumt dem Mann der Stunde gerade nach und nach mehr Platz im Herzen ein. Denn ich halte nach wie vor nichts davon, der Liebe, dem Genuß, dem Sex, dem Beisammensein, dem gemeinsamen Lachen abzuschwören nur weil es beim letzten Mal nicht geklappt hat.
Silvester 2008. Und ich sitze fast an der gleichen Stelle, an der ich
Silvester 2007 schon gesessen habe. Und doch, zwischen der, die ich vor 365 Tagen war und derjenigen, die heute hier sitzt, scheint eine Ewigkeit zu liegen. Und ich glaube, auch das Schreiben wird wieder zurück kehren. Wenn mich die richtigen Worte gefunden haben.
Bis es so weit ist, wünsche ich unseren treuen Lesern einen wunderschönen Übergang von der Acht in die Neun. Laßt es krachen!
Rosenrote - 31. Dez, 16:59 - Kategorie:
Nicht nur Sex
nein, der 40-Minuten-Mann hat mich leider nicht entführt. Naja, gedanklich schon. Am Telefon sagte ich ihm, dass wir uns besser aus dem Weg gehen. Er hält sich daran... und wenn wir uns zufällig begegnen, grinsen wir uns lange an...
Schneeweischen - 15. Apr, 19:47 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Seit anderthalb Stunden hüllt mich die warme und unvergleichliche Stimme Aretha Franklins ein, singt mir Lieder über das Leben während ich selbstvergessen dem Teelicht dabei zuschaue, wie es sich selber verbrennend dem Erlöschen nähert. Der Mann an meiner Seite ist schlafen gegangen und ich bin alleine. Nur die Musik und meine Gedanken leisten mir Gesellschaft. Mir ist, als ob Erinnerungen lautlos durch den Raum schweben. Irgendwie stehe ich Kopf und betrachte die Welt, als hätte ich sie noch nie gesehen. Ich kenne mich selber nicht mehr.
Ich war nie das, was man als Schmusekatze bezeichnen würde. Ich gehe zuviel Nähe aus dem Weg und es gab nur einen Menschen, den ich wirklich nahe an mich heran gelassen habe und der mir Schritt für Schritt entglitten ist. Für alle anderen war ich immer die Starke, die es zu besiegen galt. Besiegt wurde ich selten, ich vermittelte anderen nur subtil das Gefühl, den Sieg über mich errungen zu haben. Doch die Fäden habe ich nicht aus der Hand gegeben - was passierte, das passierte nach meinem Willen. Ich bekam, was ich wollte. Ich ging danach wieder meiner Wege.
Ich war nie auf der Suche nach Nähe, weil ich sie nie vermißt habe. Abenteuer ist und war das Ziel meiner Streifzüge. Die Antwort auf die Frage finden "Geht da was und wenn ja, was geht da?" Schon komisch, ich kann mit wildfremden Männern Sex haben doch jemandem zu gestatten, mich einfach nur zu streicheln kann ich in den meisten Fällen nicht haben. Irgendwann muß ich das mal gelernt haben - zu viel Nähe ist böse und tut weh.
Was passiert hier und vor allem, was geschieht mit mir? Ist das nur eine Phase? Ein Lernprozeß? Der Beginn von etwas neuem? Ein verschüttetes Bedürfnis? Was auch immer es ist, es führt dazu, daß ich nachts ratlos herumsitze und lange nicht mehr gehörte Musik höre, zu viel rauche und versuche, das Rätsel mit aller Macht lösen zu wollen. Geht nicht, ich renne mit dem Kopf vor eine Mauer.
Vor ein paar Tagen im Bistro. Unterwegs mit anderen und ich bin nicht in der Lage, dem Gespräch zu folgen. Weil eine Hand unter dem Tisch auf meinem Knie ruht, die zu dem Mann gehört, der eigentlich tabu ist. Und mit dem ich uneigentlich alleine sein, von dem ich berührt und festgehalten werden will. Und den ich gerne verfluchen würde, weil er diese Schmusekatze in mir geweckt hat. Nähe ist im Moment nicht böse und sie tut nicht weh. Ich bin mir nicht mal sicher, was das ist. Neugier? Liebe? Machtspielchen mit mir selber? Wie schizophren klingt das denn? Ich pendel zwischen zwei Extremen und egal, wo und bei wem ich bin, ich bin jedesmal voll und ganz da. Weiß nicht mehr, wo ich hin gehöre. Was ich will. Wohin das alles führen soll. Dieser Zustand müßte an mir zerren, mich unter Spannung setzen. Seltsamerweise fühle ich mich ruhiger denn je. Lebendig und alles, was wichtig ist, das ist der Moment. Von einem zum anderen. Ich kann auch nicht weiter denken als von einem Moment zum nächsten.
Irgendwann muß ich reinen Tisch machen. Was soll ich dann sagen? Und zu wem? "War nett mit Dir, doch aus mir macht man auf Dauer keine Schmusekatze?" oder "Ich geh dann mal, Dein ehemals bester Freund gibt mir jetzt genau das, was ich in diesem Moment brauche?"
Was ist das, was mich dazu bringt, alles einschließlich mich selber zu vergessen, wenn er mich berührt? So gut sind wir auch nie befreundet gewesen als daß das Vertrauen so tief gehen kann. Woher kommt diese Intensivität, die mich in meinen Grundfesten erschüttert und auf den Kopf stellt? Wenn ich in den Spiegel gucke, schaut mich eine vage vertraute Person an, die mir die Frage stellt "Wer bist du?" Madame Rosenrote, dann wollen wir mal sehen, was Du am Ende findest, wenn die Nebel sich lichten, die Welt nicht mehr auf dem Kopf steht und Du die Antworten auf Deine Fragen hast. Die Lektion erscheint dann, wenn der Schüler bereit ist. Simple as that.
Rosenrote - 13. Mrz, 02:37 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Tja, das hätte mir mal vorher einer verraten sollen. Nicht nur, daß mich gerade mein Gewissen plagt - verschweige ich doch zum ersten Mal willentlich, was passiert. Nein, ich darf auch noch erfahren, daß ich mir ausgerechnet den Mann ausgesucht habe, der schon seit langer Zeit heimlich in mich verschossen ist. Die meisten haben es gewußt oder immerhin vermutet - ich wäre im Leben nicht darauf gekommen wenn ich nicht mit der Nase drauf gefallen wäre. Der eine wähnt sich am Ziel seiner Träume - und ich frage mich, wann ich aus diesem Traum mit Tendenz zum Horror wieder aufwache. Hinterher, geneigter Leser, hinterher ...
Rosenrote - 1. Mrz, 20:23 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Frauen haben ihre Tage. Das ist soweit ja bekannt. Frauen haben sehr unterschiedlich ihre Tage... das ist nicht jedem bekannt.
Ich leide in den 3 Tagen vor meinen Tagen stark unter emotionaler Überempfindlichkeit. Ich sitze in der Zeit auf einem "Pulverfass" und jeder Funke zündet es. Ich bin nah am Wasser, schnell beleidigt, hochagressiv und sehr schnell genervt. Mich stört die sprichwörtliche Fliege an der Wand.
Meine Tage selber sind nur kurz, leicht und völlig schmerzlos. Die emotionale Überempfindlichkeit ist dann übrigens ab dem ersten Regeltag vorüber. Wenn ich 1-2 Wochen vor den Tagen schlimmen Stress hatte (bösen Streit, unterdrückte Wut, anderen schweren Kummer etc.), habe ich meine Tage länger, stärker und ich spüre sie unangenehm bis sogar schmerzhaft.
In den 7-10 Tagen nach meinen Tagen (naja, ab dem 2. Regeltag schon) bin ich sehr "willig"... Als ich vor einigen Jahren die Pille 3 Jahre lang nicht nahm, war es noch stärker ausgeprägt. In der Zeit habe ich die meisten Männer gehabt.
Wie ergeht es euch so?
Schneeweischen - 23. Feb, 23:30 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Halb zwölf. Dunkel im Raum und das Licht der Laterne vor dem Fenster malt durch die Rolladen kleine Lichtstreifen auf die Tapete. Es sind vierunddreißig an der Zahl. In den letzten dreißig Minuten sind acht Autos und ein LKW die Straße lang gefahren, ein Güterzug über die tausend Meter entfernten Schienen gerollt. Ich habe mich siebenmal rumgedreht. Von der rechten auf die linke Seite, auf den Bauch und jetzt auf den Rücken. Ich kann zu Recht behaupten, daß ich nicht schlafen kann. Mein Kopf fühlt sich an wie voll gestopft - ähnlich wie der Schrank, den ich als Kind im Zimmer stehen hatte und in den ich einfach alles reingeworfen habe wenn ich aufräumen sollte. Tür auf, Krempel rein, Mutter zufrieden weil Zimmer oberflächlich aufgeräumt.
Ich bin auch nur oberflächlich aufgeräumt. Überall kribbelt es auf meiner Haut als würde ich in einem Ameisenhaufen liegen. Menschen klagen nach einer Amputation über Phantomschmerzen im verlorenen Körperteil. Ich hab noch alles, was vor dreißig Stunden auch noch zu meinem Körper gehörte und was ich fühle, sind die Hände, die jeden Quadratzentimeter meiner Haut berührt haben. Als ob sich die Berührungen unter meine Haut geschlichen hätten. Den Versuch einzuschlafen lege ich ad acta, stehe auf und ziehe mich an. Vielleicht hilft ein ausgedehnter Spaziergang.
Draußen ist es kühl, ein bißchen windig und die Sterne verstecken sich hinter Wolken. Laufen, einfach nur laufen. Mechanisch einen Schritt vor den anderen setzen. Das wohin ist nicht wichtig. Harte Schale, weicher Kern sagen die Leute, wenn sie versuchen, mich in kurzen Worten zu kategorisieren. Nur dreißig Stunden und die harte, rauhe Schale zerkrümelt wie ein alter Weihnachtskeks und rinnt durch meine Finger. Ich brauch meine Schale, ohne bin ich irgendwie nackter als wenn ich ohne Kleidung durch die Innenstadt liefe.
Ich stehe vor einer Telefonzelle, habe keine Ahnung, wie spät es sein könnte und spiele mit den Münzen in meiner Hand. In mir zerrt der Wunsch, ihn anzurufen. Nur ganz kurz hören, das alles in Ordnung ist. Auch wenn gar nichts in Ordnung ist. Doch ich kenne seine Telefonnummer nicht auswendig und das Handy hab ich nicht mitgenommen. Überhaupt, es ist viel zu spät zum Anrufen und ich weiß auch nicht, was ich sagen soll. Mehr als "Hallo" fällt mir nicht ein.
Meine Gedanken treiben mich durch die Straßen. Ab und zu fährt ein Auto an mir vorbei, sonst ist es ruhig und hinter den meisten Fenstern ist das Licht schon lange erloschen. In wie vielen der dunklen Zimmer passiert jetzt genau das, was gestern in seinem passiert ist? Darf es passieren? Obwohl, die Frage lautet nicht, ob das hätte passieren dürfen oder nicht. Denn Fakt ist, es ist passiert und hat mich vollkommen auf den Kopf gestellt. An meine Zigaretten habe ich wenigstens gedacht - sie ruhen in der Tasche meiner Jacke, die mir streng genommen nicht gehört. Mit der Hand schütze ich die Flamme des Feuerzeuges vor dem Wind, es knistert ganz leise und Rauch trudelt in meine Lungen.
Die Zigarette hilft mir auch nicht. Ich habe Mist gebaut und viel schlimmer noch: im Moment verschweige ich ihn. Vor mir selber, dem Mann an meiner Seite, dem besten Freund des Mannes an meiner Seite. Ich habe mir das irgendwann mal geschworen: Nie im Bekannten- und Freundeskreis zu "jagen". Das gibt nur Ärger, verletzte Gefühle und zieht Kreise, die weit über die primär betroffenen Personen hinausgehen. Auch wenn es sie nichts angeht, sie werden nichtsdestotrotz eine Meinung dazu haben, Stellung beziehen, darüber reden und polarisieren. Schon zu oft gesehen, daß solche Geschichten mit der Auflösung ganzer Freundeskreise enden können. Ganz zu schweigen von den Verletzungen, die ich damit einem oder gleich beiden zufügen werde. Aus dieser Situation komme ich nicht unbeschadet raus.
Ich kann nicht mal mehr genau sagen, was und wie ich mich fühle. Von Wut über Frustration über meine eigene Unfähigkeit, "Nein" zu sagen bis hin zu Sehnsucht. Schon wieder eine Telefonzelle. Seit wann haben wir hier in der Ecke so viele Telefonzellen? Von wem habe ich bloß diese Unvernunft und das Talent, mich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen? Ist da was Echtes oder war das alles nur der Ausbruch eines Bedürfnisses, das ich viel zu lange verbuddelt und unterdrückt habe?
Diese respektvolle Art und Weise mit mir umzugehen hat mich getroffen. Mitten ins Schwarze. Ich kämpfe seit Monaten dagegen, den Mann an meiner Seite nicht erreichen zu können und alles, was ich sehe ist, daß er mir immer mehr entgleitet. Wegrutscht in eine Welt, in die ich nicht folgen kann. Und auf einmal tut diese Erkenntnis so grausam weh, daß mir die Luft weg bleibt und mir die Tränen in die Augen schießen. Ob es egal gewesen wäre, welcher Mann letztendlich dieses verschüttete Bedürfnis nach Respekt und Nähe wieder an die Oberfläche geholt hätte? Mußte es ausgerechnet einer der ältesten Freunde des Mannes an meiner Seite sein?
Es ist kurz vor vier als ich wieder vor meiner Wohnungstüre stehe. Ich bin müde, mir tun die Füße weh und meine Gefühle schlafen bereits. Die viele frische Luft hat sie einschlafen lassen. Wie betäubt krieche ich in mein Bett, rolle mich unter meiner Decke zusammen und gleite langsam hinüber in den Traum, daß morgen alles wieder gut sein wird. Morgen.
Rosenrote - 21. Feb, 15:31 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Wir kamen vom Meer zurück in unsere Unterkunft und es wurde draußen dunkel. Nachdem wir duschen waren, nahm sie die Bodylotion und fing an, mich einzucremen. Eine gute Stunde verwöhnten mich ihre Hände, konnte ich mich an ihr satt sehen.
Dann beugte sie sich über meinen Prinzen. Nahm ihn in den Mund. Nicht nur ein Stück, sondern alles. Die gesamte Größe. Sie bewegte sich, ihren Mund. Langsam und Gefühlvoll. Fast eine weitere halbe Stunde, bis ich mich tief in ihren Mund und Hals entladen durfte. Keine vor ihr und keine nach ihr beherrschte den "Deep Throat" auch nur annähernd wie sie, das perfekte Zusammenspiel von zwei Menschen, die sich perfekt ergänzen.
Soviel Gefühl, so viel Wärme, so viel Nähe. Ich wußte, sie ist die Eine.
Boeser Wolf - 21. Jan, 00:00 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Wir flogen nach Prag. Auf dem Weg in das Hotel hat uns der Taxifahrer natürlich über das Ohr gehauen. So hatte er einen guten Abend und uns tat es nicht weh. Wenn wir danach auch den Bus bevorzugt haben.
Es war ein schönes Zimmer in einem ruhigen Haus und das Wetter war die Tage über eher nass. Die meisten Erinnerungen, die ich daher an Prag habe, haben mit nassen Haaren, funkelnden Augen, kalten Händen zu tun. Und damit, wie sie unter der heissen Dusche stand, wie wir nackt im Bett saßen und uns den Stadtplan anschauten, wie wir auf der Brücke aller Brücken standen und ich sie küßte.
Liebe ist unvergänglich.
Boeser Wolf - 29. Dez, 00:00 - Kategorie:
Nicht nur Sex
Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in meinem Leben habe ich Glück und Erfüllung im Sex mit vielen Männern gesucht. Jedesmal, wenn ich einen neuen erobert hatte, gab es mir den Kick. Ich definierte mich über Sex und Eroberungen.
Liebe fand ich nicht. Ich konnte sie keinem schenken, und ich habe sie nie annehmen können.
Erfüllung fand ich nicht auf Dauer - es waren immer nur "elf Minuten".
Vertrauen zu einem Mann? Lächerlich...
Ich hörte auf, auf den richtigen Mann für mich zu warten. Ich war über- zeugt, dass es ihn nicht gibt. Vor was für einem Mann sollte ich auch Respekt haben können? Nein, ich war überzeugt, den gibts nicht. Bis mir die Wirren des Lebens S. über den Weg scheuchten. Er war nett, höflich, zurückhaltend. Sein Ausssehen war weder schlecht noch umwerfend. Un- scheinbar irgendwie. Ich hätte ihn nie beachtet, wenn er nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt so nett zu mir gewesen wäre. Wir kamen zaghaft zu näherem Kontakt. Redeten unheimlich viel. Ich vertraute ihm meine ganze verkorkste Lebensgeschichte an. Es schreckte ihn nicht ab... wir kuschelten, küssten uns, schmusten viel. Sex war zu dem Zeitpunkt nicht möglich, meine Prinzessin war noch nicht verheilt und bei vorsichtigen Versuchen (weil es ja zum Mann-Frau-Beieinandersein-undBegehren da- zugehörte) riss alles wieder auf. Wir streckten die Wartezeit mit diesen 3 Versuchen mächtig in die Länge. Ich dachte, er macht das nicht lange mit. Ich lag falsch. Er machte es 6 Monate mit. Ohne Murren, ohne Dramen, ohne irgendwelche Probleme. Er war mächtig verliebt in mich, er entdeckte in mir seine Traumfrau. Ich verliebte mich mächtig in ihn in dieser Zeit, ich entdeckte, dass es etwas anderes zwischen Mann und Frau gibt, als nur Sex. Nämlich Liebe, Vertrauen, Spaß, Erfüllung einfach nur im Beieinandersein. Es entwickelte sich etwas, was mir völlig fremd war. Ich entdeckte, dass man einen Mann auch anders begehren kann... ich begehrte seine Anwesenheit, seinen Geruch, seine Stimme, seine Umarmungen, die Unterhaltungen, einfach alles. Und es war schön. Herrlich. Umwerfend. Eine Liebe/Beziehung ohne Sex? Undenkbar. Aber dennoch da. Irgendwann war es so weit, meine Prinzessin war verheilt. Wir fingen an wie unerfahrene Teenies... erkundeten uns (ohne die Angst, miteinander schlafen zu wollen und von den Schmerzen abgehalten zu werden). Es erstreckte sich über mehrere Tage, bis Prinz und Prinzessin sich vereinten, ohne Schmerzen, ohne Angst vor Schmerzen... wir kamen beide fast sofort beim ersten Mal.
Ich hatte Angst, dass der Zauber dadurch verflog. Aber es war keineswegs so. Wir ergänzten das Vorhandene mit Sex. Der Sex war fantastisch, anders als mit allen bisherigen Männern. Aber da wir diese andere Ebene ein halbes Jahr entwickelt hatten, nahm der Sex nie eine übergeordnete Stellung ein. Er war nebensächlich. Und immer sehr erfüllend. Endlich wirklich erfüllend.
Die ganze Beziehung, mit beiden Ebenen, war in dieser Kombination zu 100 % erfüllend. Ich hatte Angst, dass es mit der Zeit vergeht. Aber es verging nie. Es ist heute, nach vielen Jahren, immer noch genauso. Liebe, Sex, Vertrauen, Glück und Erfüllung. Die Harmonie nicht zu vergessen... sie ist ein Produkt daraus.
Ich suchte jetzt noch nach einem Schlußsatz... aber ich fand nicht die richtigen Worte...
Schneeweischen - 17. Dez, 12:43 - Kategorie:
Nicht nur Sex