So bitte nicht

Mittwoch, 21. November 2007

Ich will jetzt nicht

Das scheint mein neuer Lieblingssatz im Umgang mit dem Mann, mit dem ich einigermaßen regelmäßig Sex habe, zu werden.
  • "Ich will nicht Freitags nach der Arbeit zu Dir fahren. Ich will in mein Bett mit meinem Buch und das Handy ausschalten und in Ruhe bei Kerzenschein lesen - alleine!"
  • "Ich will jetzt nicht darüber diskutieren und weder will noch werde ich mich rechtfertigen, weil ich jetzt nach Hause will wo ich wenigstens Kerzen anmachen kann ohne Angst zu haben, daß dabei ein Papierberg in Flammen aufgeht."
  • "Ich will jetzt nicht telefonieren, ich sitze in der Bahn und ich muß hier nicht den Alleinunterhalter spielen."
  • "Ich will jetzt nicht händchenhaltend über den Trödelmarkt laufen wie ein angeleinter Hund. Ich will stehen bleiben und gucken und zurück laufen wie es mir in den Sinn kommt."
  • "Ich will jetzt nicht bemuttert und betüddelt und vor vermeintlichen Gefahren beschützt werden, da ich mir durchaus selber zu helfen weiß."
Das hat man davon, wenn man mit Freunden ins Bett geht. Das endet dann damit, daß man einen unselbständigen Kerl am Rockzipfel hängen hat, der immer nur darauf wartet, daß man endlich "normal" würde. Was auch immer er darunter verstehen mag. Von den vielen Erwartungen und den lustigen kleinen Projektionen sowie Wunschbildchen, wie ich doch "eigentlich wirklich bin", schweigen wir jetzt mal.

Das wiederum führt nämlich zu dem sehr lustigen Effekt des Genörgels an meiner Person, weil ich einfach nicht einsehen will, der mir zugedachten Rolle zu entsprechen. Ist ja nicht so, daß schon seit langem bekannt wäre, wie ich zu bestimmten Dingen wie Beziehung, Treue, Partnerschaft, Freiraum, Sex und so weiter eingestellt bin. Und ich prinzipiell mit offenen Karten spiele - was auch einschließt, daß ich keine Versprechungen mache, die ich nicht halten kann.

Er ist nett. Er ist lieb. Er ist rücksichtsvoll. Er ist gut im Bett. Er himmelt mich an. Er würde mich auf Händen tragen (wenn ich das wollte). Und er geht mir im Moment gewaltig auf die Nerven. Weil er an mir zerrt. Weil er ständig eingeschnappt ist wenn ich nicht sagen und tun mag, was er hören und sehen will. Weil er aus mir unbedingt ein handzahmes Schmusekätzchen machen will. Weil er nicht verstehen kann oder will was ich ihm sage.

Ich bin mir nicht mal sicher, was er mit diesem Verhalten erreichen will. Außer mir auf die Nerven zu fallen und das in einem Maße, daß ich einen geplatzten Termin dazu nutze, mir meine Auszeit zu nehmen und ihn in dem Glauben zu lassen, daß ich den Termin wahr genommen hätte. Mittlerweile zweifel ich an meiner Fähigkeit, klar und deutlich zu kommunizieren. Oder ist der Satz "Ich brauche einfach Ruhe nach einem beschissenen Tag, um meine schlechte Laune auszukurieren und nur mir selber auf den Geist zu gehen" jetzt wirklich so schwer verständlich?

Wenn ich mich nicht bald verständlich machen kann, dann explodiere ich. Egal, wie sehr man sich das manchmal wünschen mag, bestimmte Dinge funktionieren einfach nicht so, wie man sich das so vorstellt. Soll ich mir einreden, damit glücklich zu sein mich eingesperrt und gegängelt zu fühlen?

Alles, was da im Moment noch an irgendwelchen Gefühlen da ist, das ist ein leises Bedauern und dieser Satz "Schade um den guten Sex". Der Preis ist mir irgendwie zu hoch. Ich will jetzt nicht ... heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen und Baum pflanzen. Und auch niemanden, der mich dazu zwingen will. Nö, ich will jetzt nicht.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Rosarote Brillen

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, mit jemandem sachlich zu diskutieren, der eine rosarote Brille auf der Nase hat. Ich weiß nicht, woran es liegt und vielleicht bin ich wirklich so zynisch und abgebrüht, daß ich es einfach nicht verstehen kann, doch wenn ich einen Bekannten oder Freund frage, wann er Zeit für eine gemeinsame Unternehmung hat, interessiert es mich herzlich wenig, wann seine Freundin keine Zeit hat. Schließlich war das nicht meine Frage.

Es ist selbstverständlich, daß die Zeit, die wir mit einem geliebten Menschen verbringen, meist etwas besonderes ist, das wir genießen. Das geht mir auch nicht anders und ich kenne diesen Wunsch nach Nähe. Was ich definitiv nicht verstehe, ist dieses Bedürfnis, so total mit einem anderen Menschen zu verschmelzen, daß man nur noch mit "wir" auf Fragen antwortet, die definitiv an einen selber gerichtet sind. Ich habe nichts gegen die Freundin meines Bekannten und ich lerne gerne neue Menschen kennen. Ob sie mit kommt oder nicht interessiert mich allerdings nur sekundär. Ihn würde ich allerdings gerne mal wieder sehen weil ich ihn mag.

Bin ich die Einzige, die es äußerst gefährlich findet, wenn Menschen so dermaßen in einem "Wir" verschwinden, daß sie nicht mal mehr eine klare Antwort auf die Frage "Hast du Zeit und Lust, mal wieder Brunchen zu gehen" mit einer Auflistung der Termine des Partners beantworten?

Es ist absolut sinnlos, mit diesen Menschen darüber zu diskutieren, was sie da tun. Meist sehen sie es ohnehin nur als Angriff auf ihre Beziehung. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß früher oder später der Zeitpunkt kommt, an dem einen keiner mehr fragt ob man Lust und Zeit für gemeinsame Unternehmungen hat, weil keiner den Sermon mehr hören kann, der unweigerlich folgt. So verabschieden sich dann nach und nach Bekannte, dann Freunde bis man sehr alleine da steht. Dann hat man nur noch das "Wir" wegen dem man Bekannte und Freunde vor den Kopf gestoßen hat ...

Ohne Frage, Verliebtsein ist toll. Dafür haben die meisten Menschen auch Verständnis. Wofür ich kein Verständnis habe, ist die Tatsache, daß man sich von seinem Partner diktieren läßt, wie man seine freie Zeit verbringt und mir auch noch verkaufen möchte, man würde ja gerne Verzicht auf eigene soziale Kontakte üben. Denn besagte Freundin ist sehr viel alleine unterwegs und nach einigem Nachbohren kam ans Tageslicht, daß sie mit mir nicht gut klar zu kommen scheint. Kann ich mit leben, man kann nicht everybody's darling sein.

Was nichts an der Tatsache ändert, daß ich es bedauere wenn aus gemeinsamen Unternehmungen jetzt nichts mehr wird. Wie gut, daß ich nicht an seiner Stelle bin ... Ich würde jeden Kerl zum Teufel jagen, der mir vorschreiben möchte, mit wem ich mich verabrede, und von mir verlangen würde, zu Hause sitzen zu bleiben während er auf Achse ist. Schade drum, aber gegen rosarote Brillen ist kein Kraut gewachsen.

Dienstag, 19. Juni 2007

Beziehungsweise

Es gibt vermutlich so viele Auffassungen, wie eine gute Beziehung auszusehen hat wie es Menschen gibt, die Beziehungen führen. Zu einer guten Beziehung gehören nach allgemeiner Meinung manchmal Dinge, mit denen ich persönlich ein sehr großes Huhn zu rupfen habe oder die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Sexuelle Treue:
Ich bin kein sexuell treuer Mensch. Ich bin loyal und mit mir kann man durch dick und dünn, gute und schlechte Zeiten gehen. Hat man mich erstmal an der Seite, ist es schwer, mich wieder loszuwerden - auch wenn ich in sexueller Hinsicht manchmal eigene Wege gehe. Es ist für mich kein Zeichen von Liebe, wenn mir jemand verspricht, nur noch mit mir zu schlafen. Es ist eine Verzichtserklärung in der Hoffnung, ich würde den gleichen Vertrag unterschreiben. Ich habe immer machen können was ich möchte und gerade diese Freiheit, selber wählen zu können, hat mich enger an den Menschen geschmiedet, der mir diese Freiheit gewährt hat. Es sollte selbstverständlich sein, daß man auf sich selber aufpaßt und die Verantwortung übernimmt für sein Handeln. Safer Sex ist somit obligatorisch, denn nichts gibt mir das Recht, den Menschen an meiner Seite mit einer Krankheit anzustecken. Genauso selbstverständlich sollte es sein, daß man seinem Partner das gleiche Recht gibt, das man für sich selber in Anspruch nimmt.

Eifersucht:
Ich weiß nie genau, ob ich Menschen auslachen oder aber bedauern soll, die mir ernsthaft erzählen, für sie gehöre Eifersucht zu einer guten Beziehung dazu. Für mich ist Eifersucht überflüssig und nichts geht mir mehr auf die Nerven, als wenn ich ständig mit Eifersucht konfrontiert werde. Eifersucht hat nichts damit zu tun, daß man seinen Partner liebt, sondern ist für mich ein klares Anzeichen, daß jemand Besitzansprüche stellt, mangelndes Vertrauen in sich selber hat, Angst hat und sich dem nicht stellt, Horrorszenarien vor dem geistigen Auge pflegt und versucht, die eigene Beziehung mit "Beweisen" für (meist gar nicht existente) Bedrohungen zu sabotieren.


Privatsphäre:
"Wir haben keine Geheimnisse voreinander." Ein Satz, bei dem sich mir die Nackenhaare hochstellen. Ich habe eine Menge Geheimnisse, sogar vor mir selber. Post, E-Mails, Handys, Rechnungen, Unterlagen, etc. des Partners sind für mich genauso tabu wie ich es auch von ihm erwarte. Unterhalte ich mich zum Beispiel mit einer Freundin über ihre Probleme am Telefon, dann geht meinen Partner das bei aller Liebe nichts an. Denn meine Freundin redet mit mir, nicht mit meinem Partner und ich habe schlicht nicht das Recht, ihre Probleme mit jemand anderem zu erörtern. Soviel Vertrauen sollte mein Partner schon in mich haben, dann nicht jedesmal die großen Verschwörungen hinter meinem Verhalten zu wittern. Ich muß nicht alles von meinem Partner wissen, auch wenn ich ein überaus neugieriger Mensch bin. Was er mir erzählen will, wird er mir erzählen - wenn nicht, dann hab ich Pech gehabt und es gibt weder einen guten Grund noch eine Rechtfertigung dafür, in den privaten Dingen meines Partners herum zu schnüffeln.


Freiraum:
Ich brauche eine Menge davon. Ich bin kein Mensch, der alles vierundzwandzig Stunden den Tag, sieben Tage die Woche gemeinsam machen kann. Davon werde ich aggressiv. Ich brauche Zeit für mich, meine Interessen, meine Freunde, meine Hobbies. Und wenn ich einfach nur in der Sonne liegen und mir einen gepflegten Sonnenbrand auf der Nase holen möchte. Ich frage auch nie "Was machen wir heute?" sondern bei mir lautet die Frage "Was hast du heute vor?" Und es ist mir zuwider, wenn jemand seine Bedürfnisse im Schrank verstaut, um sie mir dann später vorzuwerfen. Wenn mein Partner keine Lust hat, etwas mit mir zu unternehmen, sondern lieber mit seinen Kumpels zum Fußball oder Pokern oder in den Stripclub will, dann soll er das auch sagen und tun. Ich kann gut alleine bleiben, ich bin schließlich kein Kind mehr, bei dem man befürchten muß, daß es die Bude abbrennt während man nicht da ist. Auch hier gilt: Was ich mir nehme, gebe ich auch.

Montag, 25. Dezember 2006

Harte Zunge, weicher Prinz

Auf einer Party drückte er mich mit seinem Körper an die Wand. Ein Kollege, der mich schon seit ein paar Tagen angemacht hatte. Ein anderer, den ich lieber gehabt hätte, kam vorbei und hauchte mir ins Ohr: na das sieht ja interessant aus... grmpf... Naja, wieder zu dem aktuellen Typen. Er küsste mich auf Hals und Nacken... und fragte mich, ob ich noch länger bleiben wolle... nö wollte ich nicht. Wir fuhren zu ihm nach Hause, er schob mich küssend rückwärts ins Schlafzimmer, entkleidete mich, zog sich selbst schnell aus, kniete vor mir nieder (ich saß aufm Bett) und stieß mit seiner harten Zunge an meine Prinzessin. Rieb sie mit dieser harten Zunge unangenehm. Ich war platt - was sollte ich tun? Ich drückte ihn mit den Händen weg, rutschte vom Bett runter und wollte seinen Prinzen verwöhnen - er wollte das nicht... sagte nur "nicht" und legte mich aufs Bett. Ok, dachte ich - dann nicht... was jetzt wohl kommt? Hoffentlich kann er wenigstens ficken... er versuchte, seinen Prinzen in meine Prinzessin einzuführen - aber er war zu weich. Hö? Was war passiert? Ich sagte entsetzt: "Er mag mich nicht!!!" "Doch... keine Sorge... der kommt gleich..." Ouh das war vielleicht doof. Er schaffte es, ihn in mich hineinzubekommen... und er kam auch gleich... aber ich hatte nix davon. Noch nicht mal Spaß.

Sonntag, 24. Dezember 2006

Inventur

Wir hatten Inventur. Die Artikel in den Hallen sollten an 3 Tagen gezählt werden. Ich überwachte diese Inventur und war täglich 15 Stunden dort. Ich blieb bei einem zuckersüßen Kollegen zum Klönen hängen. Den hatte ich schon oft gesehen und für süß befunden. Er hatte mich schon oft gesehen und für unerreichbar gehalten. Wir redeten über die Inventur, ich guckte ihm zu. Half ihm. Wir gingen in der Pause zusammen was Essen in der Kantine. Es knisterte, aber er war zu schüchtern um drauf einzugehen. Ich ging also nach der Pause einen Schritt weiter, und sagte ihm, wie süß er sei und dass ich schonmal von ihm geträumt hätte (ich wagte das, weil ich ihm an der Nasenspitze ansehen konnte, dass er mich begehrte). Er grinste mich an, taute etwas auf. Wir scherzten, wir könnten ja in eine der Kisten springen und den Deckel schließen... dann würd uns keiner sehen... süße und freche Worte hauten wir uns um die Ohren... Dann war Schichtende, wir gingen gemeinsam zum Parkplatz. Ich guckte ihn an und fragte ihn, ob er jetzt schon nach Hause müsse oder ob er noch "länger arbeiten müsse". Er konnte mir nicht widerstehen und ich fuhr ihm zu einem abgelegenen Platz hinterher. Mein Auto war größer, wir küssten uns auf der Rücksitzbank meines Kombis. Entkleideten uns notdürftig. Lachten uns kaputt, weil es so eng war. Packten seinen Prinzen, der schon grenzwertig groß war, in ein Kondom ein... es wurde eine simple Rein-Raus-Nummer, ich hatte zwar Spaß, aber keinen Erfolg. Er kam relativ schnell. Und dann war vorbei. Seufz, das war kurz und nicht wirklich klasse. Enttäuscht fuhr ich nach Hause und ging ihm seitdem aus dem Weg.

Samstag, 23. Dezember 2006

Dicke Zunge

Wir standen voreinander. Es knisterte unheimlich. Wir umarmten uns, er fragte mich flüsternd, ob ich das auch wirklich will und ich nickte. Wir küssten uns, unsere Zungen suchten sich - und fanden sich... Schreck - er streckte mir seine Zunge kurz und dick entgegen und drängte meine richtig weg. Es war kein süßes Zungenspiel, es war fast schon unangenehm...

Dafür konnte er was anderes mit seiner Zunge sehr gut. Das berichte ich ein andern Mal.

Freitag, 1. Dezember 2006

Man nennt es "Benehmen"

Wer keinen Spaß versteht, sollte keine Scherze machen. Könnte böse ins Auge gehen. Eigentlich wollte ich gerade meinen Eintrag zu Ende schreiben, doch im Moment bin ich dafür nicht in Stimmung. Es läßt sich schlecht von Sehnsucht und Liebe schreiben, wenn man in den Kommentaren solchen Müll findet.

Das hier ist ein Blog, in dem es unverkennbar um Männer, um Begegnungen, traurige, lustige Erlebnisse, Liebe und Lust geht. Wir sind nicht immer nett und wir nehmen uns auch schon mal selber auf die Schippe. Man darf uns auch gerne kritisieren, mit uns oder über uns lachen oder eine E-Mail schreiben, wenn man etwas nicht versteht. Was ich allerdings nicht dulden werde, sind Beleidigungen jedweder Art gegen meine Mitschreiber.

Dies ist Schneeweischens und mein virtuelles Haus. Wir haben hier Hausrechte. Der Boese Wolf ist ein geschätzter Freund, den wir eingeladen haben, die männliche Sicht der Dinge darzustellen und dem wir ebenfalls Hausrechte eingeräumt haben.

Mir ist prinzipiell jeder Gast willkommen - wenn er sich benimmt. Niemand käme auf die Idee, jemanden zu besuchen und aus lauter Freundlichkeit erstmal auf den teuren Teppich zu kotzen, Brandlöcher ins Sofa zu machen oder die Füsse samt Schuhe auf dem Tisch abzulegen.

Wer sich nicht benehmen kann, der fliegt raus. Ohne Vorwarnung. Das ist eine ganz einfache Regel - wer sie nicht befolgt macht Bekanntschaft mit dem Button "Kommentar löschen".

Und jetzt begebe ich mich daran, den Faden von meiner Geschichte wieder zu finden. Die macht mehr Spaß als mich über präpubertäre Bengel zu ärgern ;-)

Dienstag, 14. November 2006

Reingefallen

Ich bekam mal, als ich weit entfernt wohnende Bekannte von mir besuchte, einen Anruf auf meinem Handy von einem Typen, der sich verwählt hatte. Wir fanden unsere Stimmen so interessant, dass wir nicht auflegten. Wir klönten und flirteten. Schickten uns in den nächsten 2 Tagen heiße SMS. Telefonierten wieder. Stellten dann fest, dass wir uns nur 20 km voneinander entfernt befanden. Also wurde ein Treffen vereinbart. Da wir am Telefon schon alles mögliche von unseren sexuellen Wünschen preisgegeben hatten und auch eine Art Telefonsex praktiziert hatten, konnte ich mir nur ein geiles Treffen vorstellen. Ich also ins Auto gesprungen, zum vereinbarten Treffpunkt im Zentrum der nächsten größeren Stadt getobt. Setzte mich an den vereinbarten Ort auf eine Bank und guckte die vorbeigehenden Leute an. Schaute immer, wer es wohl sein könnte. Es könnten mehrere sein... aber alle gingen vorbei. Und ich wartete. Schon 15 min über Termin. Hm. Ich rief ihn an. Er ging nicht ran. Ich schrieb eine SMS, wo er denn bliebe. Er antwortete, er stecke im Stau und müßte gleich da sein. Na gut. Einige Leute gingen ein zweites Mal an mir vorbei. Der ein oder andere Typ guckte mich beim Vorbeigehen verstohlen oder offen an. Ich wartete noch 20 min und wollte grad abhauen, da kam ein Typ auf mich zu, den ich schon 2 x etwas weiter entfernt an mir vorbeigehen sah - 1. als ich dort ankam und mich auf die Bank setzte, 2. als ich nach 15 min per SMS nachhakte. Tja, und der wars dann auch. Ein schüchterner uninteressant ausschaunder Typ. Bäh!!!!!!!!!!!!!!!!!! Nicht ein bischen Selbstbewußtsein!!! Und traute sich über eine halbe Stunde nicht, mich anzusprechen! Also wirklich... so ein Dussel... ich blockte ihn höflich ab und zog enttäuscht von dannen.

Sonntag, 5. November 2006

"Aber meine Ex ..."

Nach dieser etwas außer Kontrolle geratenen Diskussion fiel mir eine weitere Geschichte ein. Diesmal geht es allerdings nicht darum, daß jemand zu kurz geraten ist, sondern ... Ach was, beginnen wir am Anfang.

Nennen wir den jungen Mann, um den es diesmal geht, der Einfachheit halber Fabian. Jener Fabian lief mir während einer Fortbildung über den Weg und wir verstanden uns auf Anhieb. So machte es zumindest den Anschein. Wir flirteten auf sehr doppeldeutige Weise und nach der Fortbildung ludt er mich ins Kino ein – zur Nachmittags-Vorstellung. Ich nahm die Einladung an, schließlich war er mir sympathisch und kitzelte meinen Jagd-Instinkt. Schon an der Kinokasse hätte ich mich wohl besser vom Acker gemacht. Bei der Diskussion über den Film, welchen wir denn gucken wollten, fiel der Satz „Aber meine Ex mochte amerikanische Highschool-Filme!“ Das hätte mich mißtrauisch machen sollen ... Leider hörte meine Libido nicht auf das warnende Stimmchen in meinem Hinterkopf und so nahm das Verhängnis seinen Lauf beziehungsweise ich landete vorerst in „American Pie 3“.

Kino, dunkel, kaum jemand in der Nachmittags-Vorstellung. Kennt man ja. Wir knutschten also wild in der letzten Reihe. Doch als ich meine Hand Fabians Oberschenkel hinauf wandern ließ, schob er sie weg. „Also, meine Ex hätte sich nie so verhalten,“ erklärte er mir entrüstet. Na gut, wenn er nicht will, dachte ich und ließ es auch gut sein. Nach dem Kino fragte er, ob ich noch mit zu ihm wolle. Hormongesteuertes Denken ließ mich ja sagen. Da saßen wir also bei ihm. Fabian, ich und seine Ex. Denn seine Ex hätte im Gegensatz zu mir ja nur Kräutertee getrunken. Kakao mache ja dick. Sie wär überhaupt sehr gesundheitsbewußt gewesen und geraucht hätte sie auch nicht. Deswegen habe er nur heimlich rauchen können.

Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich Sätze wie „Aber meine Ex hatte“ oder „Meine Ex hat immer“ gehört habe, wir landeten nach einer ganzen Litanei auf diesem weichen flauschigen Ikea-Teppich. Eine ganze Weile herrschte angenehmes Schweigen während wir uns gegenseitig von lästigen Textilien befreiten. Ich war schon fast davon überzeugt, der Schatten der Ex hätte den Raum verlassen, da hörte ich folgenden Satz. „Du bist ja schon ganz schön laut. Meine Ex war nie so laut!“ Unnötig zu erwähnen, daß mich das vollkommen aus der Lust riß, die sich gerade so schön zwischen meinen Schenkeln aufbaute. „Nun ja, ich bin nicht deine Ex. Vielleicht liegt es daran?“ murmelte ich durch zusammen gebissene Zähne.

Im weiteren Verlauf des Abends erfuhr ich dann noch, daß seine Ex die größeren Brüste, den kleineren Po, die längeren Beine und nicht so lästig lange Haare hatte wie ich. Ich ignorierte das ab einem bestimmten Punkt sehr gepflegt, ich wollte Fabian schließlich nicht heiraten, sondern nur von ihm gevögelt werden. Als ich ihn dann allerdings dezent fragte, ob er Kondome da habe und nur ein erstauntes „Wofür brauchst du die? Meine Ex nahm die Pille“ hörte, war der Abend gelaufen. Ich wuselte mich unter ihm hervor, stand auf und begann, mich anzuziehen.

„Was machst du da?“ er guckte mich total verdattert an. „Ich packe meine zu kleinen Brüste, meinen zu breiten Hintern und meine zu kurzen Beine wieder in den Stoff, den ich vorher auch anhatte!“ gab ich bissig zurück. „Ja, aber warum? Wir haben doch Spaß oder nicht?“ sein Gesichtsausdruck sprach Bände. „Hätte ich Spaß, würde ich mich nicht anziehen!“ knurrte ich und zerrte meine Schnürsenkel fest. „Das verstehe ich jetzt nicht!“ sagte er in vorwurfsvollem Ton. „Vielleicht kann es dir deine Ex-Freundin erklären. Ich hab jetzt keinen Bock mehr!“ schoß ich zurück während ich meine Jacke suchte. Er schaute mir dabei total irritiert zu. „Und, was mach ich jetzt mit meiner Latte?“ er schien immer noch nicht zu begreifen, daß ich wirklich gehen würde. „Versuchs mit Handarbeit!“ fauchte ich bevor ich die Wohnungstür hinter mir ins Schloß warf.

Ich setzte mich in mein Auto und kochte vor Wut. Der Kerl hatte mich beleidigenderweise permanent mit seiner Ex verglichen. Gerade als ich den Motor starten wollte, klingelte mein Handy. Kathrin war dran. Ob ich Zeit hätte. „Ja, jetzt habe ich Zeit!“ schnaubte ich. „Ich bin in zwanzig Minuten bei Dir.“ Zu Kathrin fahren war eine gute Idee. Da könnte ich ungestraft meinen Frust ob dieses Abends abladen und gemeinsam mit ihr darüber lästern, daß Männer doch ohnehin alle dämlich seien.

„Hey du, dein Kakao ist schon fertig. Rum oder Amaretto?“ mit diesen Worten öffnete mir Kathrin die Türe. Ich zog Jacke und Schuhe aus und ließ mich auf ihr Sofa fallen. „Amaretto bitte.“ Was denn mit mir los sei, fragte sie und ich erzählte ihr den Verlauf meines Abends. Ließ dabei auch kein einziges „Aber meine Ex ...“ und kein Detail aus. Während ich mir die Wut von der Seele redete, zuckte ein beständiges Grinsen um Kathrins Mundwinkel. Bis sie sich nicht mehr halten konnte und schallend anfing zu lachen. „Das ist nicht witzig! Der Kerl hat mich in einem fort beleidigt und das ist nicht zum Lachen!“ beschwerte ich mich. „So was kann auch nur dir passieren,“ jappste sie bevor sie lachend zusammen klappte. Ganz egal, was ich auch sagte, sie beruhigte sich nicht. Ganz im Gegenteil, sie lachte einfach weiter. „Ich stell mir das gerade bildlich vor!“ gluckste sie zwischen durch immer wieder.

Ihr Lachen hatte etwas ansteckendes und bald saßen wir beide kichernd in ihrem Wohnzimmer. Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht. Moral der Geschichte: versuche nicht, mit jemandem ins Bett zu gehen, wenn Du nicht über die gewünschten körperlichen Vorzüge der Ex-Freundin verfügst ...

Freitag, 27. Oktober 2006

der größte Prinz

Auf einer Party lernte ich den Mann einer entfernten Bekannten kennen. Ihm stand ins Gesicht geschrieben, dass er keine Gelegenheit jemals verpassen würde. Als wir einander vorgestellt wurden, grinsten wir uns an. Er sah auch mir meine Gelegenheitsliebe an. Wir unterhielten uns. Nach außen hin unbefangen. In Wirklichkeit tasteten wir uns an uns heran. Da seine Frau immer in Sichtweite blieb, kam es an dem Abend natürlich nicht zu "Handgreiflichkeiten". Naja dachte ich, das ist mir zu heiß. Im Bekanntenkreis, den ich auch zukünftig nicht umgehen kann... hmm lieber nicht. Wir begegneten uns aber seitdem ständig. Komisch? Jedenfalls konnten wir die Finger dann letzendlich doch nicht voneinander lassen. Seine Frau war zum Weiberabend irgendwo, seine Kinder bei Oma und Opa. Ich sagte zu Haus, ich würde zum Sport fahren und mir in der Sauna noch viel Zeit lassen. Somit fuhr ich verabredungsgemäß zu ihm, stellte mein Auto ein paar Straßen weiter irgendwo versteckt ab und lief über Schleichwege zu seinem Haus. Er ließ die Außenbeleuchtung verabredungsgemäß aus. Ich schlich durch die offengelassene Hintertür rein. Er erwartete mich schon ungeduldig (kommt sie oder kommt sie nicht...). Wir fingen gleich an, uns in dem dunkel gelassenen Haus zu küssen. Mhh, das war sehr anregend... wir zogen uns langsam aus, küssten uns, befühlten uns (wir sahen uns ja kaum in der Dunkelheit). Ich war bereits komplett entkleidet, er verwöhnte meine Prinzessin mit den Fingern. Oh, wie geschickt - das hatte ich bis dahin noch nicht erlebt! Ich knöpfte ihm die Jeans auf, zog sie ihm aus. Zog ihm dann seine Unterhose aus. Fasste seinen Prinzen an und... zuckte zurück. ich flüsterte erschrocken: ist der groß! Er sagte mit weicher Stimme: wenn er Dir zu groß ist musst Du nicht... wir können aufhören oder anders weitermachen... Puh! Nein, aufhören konnte ich nicht. Anders weitermachen? ok, mal schaun... also... ich habe noch nie so weit den Mund aufmachen müssen, um einen Prinzen zu verwöhnen. Die Maulsperre machte sich auch ganz schnell bemerkbar. Wir verwöhnten uns gegenseitig und hielten es irgendwann nicht mehr aus. Er drang in mich ein. Wahnsinn!!! Ich musste mich echt konzentrieren. Entspannen. Aber die Lust machte die Prinzessin ganz gefügig. "Langsam... vorsichtig..." hauchte ich ihm ins Ohr. Er bekam recht schnell seinen Erfolg, ich nicht (nicht DABEI). Also, das war schon ein Erlebnis für sich. Aber das muss ich nicht wieder haben... der war doch echt ne Nummer zu groß (zu lang, viel zu dick), das machte keinen richtigen Spaß. Tagelang noch spürte ich leicht schmerzhaft diesen Akt.

Nie wieder.
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Schneeweischens & Rosenrotes elf Minuten

Wir sind ...

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... Sammlerinnen.
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... in anderen Dingen wiederum sehr verschieden.
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... bereit, ihn seine Geschichten erzählen zu lassen.
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Little Miss Sunshine (anonym) - 17. Aug, 21:16
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