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Dienstag, 1. Januar 2008

Chronologie des Wahnsinns

Nüchtern betrachtet war der Dezember jetzt nicht unbedingt der Monat, auf den ich unter keinen Umständen hätte verzichten können. Zu viele schlechte Nachrichten auf einmal. So fand Frau Rosenrote es zur Enttäuschung des ein oder anderen vollkommen legitim, sämtliche Einladungen zu Silvester schlicht auszuschlagen und eine Nacht auf dem Sofa, mit Buch und Oropax, Wein und schwarzer Schokolade als angenehme Alternative in Betracht zu ziehen. Doch wie das so ist, es kommt anders als man das geplant hat.

Denn Frau Rosenrote kam es kurz vor Weihnachten in den Sinn, doch mal einem alten Liebhaber einfach „Hallo“ zu sagen. Nach sechs Jahren kann man guten Rechts behaupten, es sei mittlerweile mehr als genug Gras über die Vergangenheit gewachsen. Chatten, Kaffee trinken, Doppeldeutigkeiten. Dann klingelte am 31. Dezember 2007, 16:32 Uhr das Handy. Und weckt mich. Um mir zehn Sekunden nach Annahme des Gespräches sehr uninformell mitzuteilen, daß der Akku leer sei. Nach Beseitigung dieses Problems wurde das Gespräch dann anderweitig aufgenommen und meine absolute Lieblingsfrage dümpelte irgendwann träge an mir vorbei: "Was machst Du Silvester?" Das Ende vom Lied? Um 16.54 Uhr - laut Rechner - "Hol mich um halb neun ab".

Ankunft bei ihm: 20.45 Uhr. Halbe Stunde später stehe ich nackt in seinem Wohnzimmer und gieße Whisky in ein großes Glas. Reiche es weiter mit den Worten "Wer hat denn eben gesagt, er müsse sich wohl erst Mut antrinken? Prost und runter damit." Und diese Mischung von absolutem Erstaunen und nicht wissen, ob Geilheit jetzt in Ordnung wäre, die sich in seinem Gesicht abzeichnet, geht runter wie Öl.

Halb elf habe ich es geschafft, das Bett komplett abzuräumen und ein Ikea-Regal zu verwüsten – ohne nennenswerte Erinnerungen daran zu haben, wie das passiert sein könnte. Zeit für eine Pause. Nackt vor dem Schreibtisch sitzen, wild durch sämtliche Musikstile hinweg Playlisten zusammen stellen, Joint rauchend und ein bißchen alberne Youtube-Videos anschauen um herunter zu kommen.

Den Start des neuen Jahres habe ich nicht mit bekommen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, was zwischen meinen Schenkeln passierte. Und "Sag mal, knallen die da draußen etwa schon?" war dann doch wirklich nur noch rhetorisch. Wenn da draußen schon Krach herrscht als wäre der nächste Weltkrieg ausgebrochen, spricht auch nichts dagegen, Alanis Morrisette mit "I'm a bitch, I'm a lover" so laut aufzudrehen, daß man das eigene Gröhlen des Textes nicht mehr hört. Oh yes, I'm your hell, I'm your dream, I'm nothing inbetween ...

Irgendwann hört die Böllerei auch wieder auf. Und ich bin hungrig. Wozu gibt es Tiefkühlkost für den Backofen? Auf Zehenspitzen stellen, anlehnen, über die Schulter schauen. "Was machst du da?" "Was zu essen." "Gute Idee." "Und was wird das hier? Du nackt in meiner Küche? Kleine Nummer vor dem Essen in der Küche?" Kurz darauf die Feststellungen, daß die Arbeitsplatte ein paar Zentimeter zu hoch ist und ich angeblich verrückt sei ... Kann ich mit leben.

Ich habe die Karten in der Hand und ich weiß, wie ich jede einzelne davon ausspielen muß. Jedesmal, wenn er glaubt, das wäre es jetzt gewesen, setze ich einen drauf. Weil ich Lust dazu habe. Weil ich einfach gierig bin und keinerlei Ambitionen verspüre, mich deswegen schämen zu müssen. Bis das Ende kommt. Morgens um halb acht. Als ich mich satt und zufrieden schnurrend unter der Decke zusammen rolle und einschlafe.

Am Morgen Schweigen beim Frühstück. Nicht die unangenehme Art, weil man sich nicht mehr in die Augen schauen kann, sondern einfach gemeinsames Nachhängen in den eigenen Gedanken. Alles in allem war das ein wirklich geiles Silvester. Wenn es das bescheidenste Jahr seit langem werden sollte, dann hat sich der Anfang wenigstens so richtig gelohnt.

Und, wie habt Ihr den Übergang von 2007 zu 2008 gestaltet?

Dienstag, 24. Juli 2007

Zugfahrt - Teil III

So lange her. Fast vergessen das Gefühl, einen Schwanz im Mund zu haben. Er läßt mich gewähren. Will nur wissen, ob ich eine Vorwarnung bräuchte. Nein! Ganz oder gar nicht. Es gibt jetzt keine halben Sachen. Ich jage ihn. Spiele mit seiner Lust. Hole ihn wieder runter wenn er mir zu weit dem Ziel entgegen strebt. Stehe selber wie unter Strom. Bis er nicht mehr kann. Mich hochzieht. Umdreht. Auf die Schlafbank drückt. Ich höre Rascheln. Safer Sex. Ein Blick über die Schulter. Er schummelt nicht. Und endlich. Endlich wieder gefickt werden. Ich auf den Knien, er hinter mir. Hände krallen sich in meine Pobacken. Er besitzt mich und mir ist das vollkommen recht. Kurz bevor er kommt, greift er mich und zieht mich an den Haaren ruckartig ins Hohlkreuz. Schmerz. Lust. Mehr davon.

Nackt lehnen wir am Fenster. Entlassen Rauch, der sofort zerrissen wird vom Wind. Schweißnass. Seine Hand ruht in meinem Rücken. Schweigend. Wer ist diese Frau, die dort rauchend am Zugfenster lehnt? Sie kommt mir vage bekannt vor. Ich sollte sie kennen. Ich hätte wissen müssen, was in ihr steckt. Und daß sie mehr will. Noch ein paar Stunden bis nach Hause. So lange bin ich in dieser kleinen, eigenen Welt, die auf Gleisen durch die Landschaft rattert. "Ich war noch nicht fertig mit dir," sage ich, ziehe ihn mit mir. Bin wieder auf den Knien und erwecke seinen schlafenden Schwanz. Verliere mich in dem, was ich tue. Lasse zu, daß er mich tief in die Kehle fickt. Kein Würgereflex, den ich bei der Länge eigentlich erwartet hätte. Er ist laut. Und er kommt, tief in meiner Kehle. Fast bewegungslos verharren wir in dieser Position. Nur das Rattern des Zuges. Sein schwerer Atem.

Er zieht mich zu sich hoch. Vorsichtig. Ich will geküßt werden. Gehalten. Aneinander gelehnt finden sich unsere Münder. Ich weiß nicht, wie lange. Als ob ich aufwachen würde finde ich mich plötzlich auf dem Rücken liegend wieder. Wie kommt sein Gürtel um meine Hände? Panik irgendwo in der Magengrube. Das geht zu weit. Oder? Hab ich das zugelassen? Ich muß wohl. Gegen meinen Willen fesselt mich keiner. Er läßt sich Zeit. Ignoriert mein Bitten, das wütend-frustrierte Flehen. Seine Hände, seine Zunge, sein Tempo. Ich zerre mit einem Knurren an dem Gürtel. Er hält und am nächsten Tag werde ich blaue Flecken am Handgelenk haben.

Irgendwann verliere ich den Überblick, das Zeitgefühl und vergesse, wo ich bin und warum. Ich kann nicht mehr sagen, was wann passierte. Ich verhalte mich wie eine trockene Alkoholikern bei einem Brauereibesuch. Rückfällig und ich kann davon nicht genug kriegen. Instinkt und Trieb steuern mich, mein Verstand ist schon mal vor mir nach Hause geeilt. Als er neben mir einschläft, ist es schon lange hell draußen. Sein Brustkorb senkt und hebt sich langsam. Ich bin hellwach. Schaue ihn lange an. Bis ich hoch schrecke. Haben die da gerade den letzten Bahnhof vor meinem ausgerufen? Mist. Ohne ihn zu wecken stehe ich auf. Ziehe mich an, nehme einen Kugelschreiber und schreibe "Du schuldest mir ein Frühstück!" in mein Buch. Lege es auf seine Tasche. Schleiche aus dem Abteil. Haste quer durch den ganzen Zug. Zu meinem Rucksack, der immer noch dort liegt wo ich ihn abgelegt habe.

Mein Rucksack und ich sind am Ziel. Bremsen quietschen, Türen öffnen sich. Frische Morgenluft umfängt mich. Ich bin mir übersensibel bewußt, daß ich vollkommen zerwühlt aussehen muß. Verwuschelte Haare, zerknitterte Klamotten, ungeduscht nach einer durchgevögelten Nacht. Türen schließen sich und der Zug fährt ab. Gedankenverloren schaue ich ihm nach bis er in einer Kurve aus meinem Blickfeld verschwindet. Um mich herum Pendler. Es ist Montag morgen und die Leute fahren zur Arbeit. Keiner nimmt Notiz von mir. Ich fühle mich gefickt, verdammt gut gefickt. Als wäre ich ein pulsierend roter Punkt in einem Meer von grau.

Die Treppen hinunter zum Taxistand merke ich, wie ein Lachen meine Kehle hochsteigt. Jetzt schauen mich die Menschen an, wie ich da mitten auf der Treppe stehe und lache. Das ist doch alles unwirklich! Das kann doch nicht passiert sein. Ein vollkommen Fremder. Im Zug. Das Klischee, die Phantasie schlechthin. Wer wird mir das schon glauben? Mein Körper versichert mir glaubhaft, daß es passiert ist. Und um das Klischee perfekt zu machen, fällt mir jetzt erst auf, daß ich ihn nie nach seinem Namen gefragt, geschweige denn ihm meinen verraten habe.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Zugfahrt - Teil II

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Die Frage hallt mit langen Echos in mir nach. Und ob ich will. Ich fühle mich als würde ich zu nahe am Feuer stehen. Jede Faser in mir vibriert im Takt dieses Spiels. Seine Hand wandert in meinen Nacken. Seine kühlen Finger brennen auf meiner Haut. Sacht zieht er mich über den Tisch. Denken aus, reagieren ein. Es sind meine Lippen, welche die seinen finden. Ihn locken. Reizen. Mit ihm spielen. Der letzte Kuß, der mir derart die Erregung wie auf der Überholspur durch die Adern jagt, ist verdammt lange her. Mir wird schlagartig klar: zu lange. Als ich aus diesem Kuß wieder auftauche, bemerke ich die halb amüsierten, halb neiderfüllten Blicke des Zugpersonals, das zumindest so tut als würde es Gläser polieren während es verstohlen zu uns blickt.

"Gehen wir zu dir oder mir?" fragt er, die Hand immer noch in meinem Nacken. Über meinem Sitz liegt ein Bär im Winterschlaf," antworte ich, mit einem Finger die Kontur seiner Lippen nachfahrend. "Klingt, als ob wir dann in mein Einzelabteil gehen würden." Und genau das tun wir. Einmal durch den ganzen Zug. Die Ungeduld reißt mir Löcher in die Eingeweide. Ich will jetzt. Und hier. Und sofort. Der verfluchte Zug nimmt kein Ende. Vielleicht wären wir schneller, wenn wir uns nicht knutschend vorwärts bewegen würden, die Hände unter der Kleidung des anderen. Der Schaffner braucht mehrere Anläufe, bis wir ihn zur Kenntnis nehmen. Er drängelt sich mit einem Zwinkern an uns vorbei. "Da sind wir," sagt er, schwer atmend. Endlich. Er öffnet die Türe, läßt mich zuerst eintreten.

Ich öffne das Fenster, lasse die kühle Nachtluft mein erhitztes Gesicht streicheln. Noch neun Stunden bis nach Hause. Noch bin ich nicht da. Verschränke die Arme auf den Griffen, lehne mich gegen das Fenster. Er tritt hinter mich. Fängt die Haarsträhnen ein, die wild mit dem Fahrtwind tanzen. Ich kann ihn spüren. Hinter mir. Die Hände, die meine Haare halten. Die Lippen auf meinem Nacken. Die Härte in seiner hellen Jeans, die sich gegen meinen Po drückt. Seine Präsens übertönt die traurigen, lebensfeindlichen Gedanken der letzten Wochen. Und ich fühle mich, als würde ich gerade geboren. Ich bin gierig, hungrig, geil und ich denke nicht mehr nach. "Safer Sex!" flüstert er mir rauh ins Ohr. Ich nicke, drehe mich um. Ziehe ihm das T-Shirt aus. Lasse die Hände über seinen Oberkörper gleiten. Perfekt, was ich fühle. Hölle, der Typ sieht gut aus. "Hilfe! Was mache ich hier und warum tut er mit mir, was er tut? Ausgerechnet mit mir?" zuckt der Gedanke lautstark in mir auf. Mit einem unhörbaren Knurren jage ich ihn davon. Werfe ihn aus dem Fenster und lasse ihn hinter mir. Vollkommen egal, warum.

Eben noch schoben wir uns wie im Fieberwahn durch den langen, schmalen Gang. Quer durch den ganzen Zug. Jetzt übergeben wir der Langsamkeit das Zepter. Ziehen uns gegenseitig aus. Lassen Hände, Zunge, Lippen wandern. Stehen uns vollkommen nackt gegenüber im schummerigen Licht. Wie selbstverständlich gehe ich auf die Knie. In Augenhöhe mit seinem Schwanz. Gerade richtig. Länge, Breite, Umfang. Einfach richtig. "Der gefällt mir," sage ich, ein Lächeln nach oben schickend. Er lacht leise während meine Fingerspitzen sacht und bewundernd über diese prachtvolle Männlichkeit huschen. Seine Hände spielen mit meinen Haaren. Was haben Männer nur mit langen Haaren? Interessiert jetzt nicht. Ich will mit diesem Schwanz spielen, ihn necken, fühlen, schmecken.

Dienstag, 17. Juli 2007

Zugfahrt

Bilder Upload

Es ist Sommer und ich stehe an einem Bahnhof, der aussieht als sei er aus einem Film der fünfziger Jahre entstiegen. Unter dem niedrigen Dach, daß die Bahnsteige überspannt, steht die Hitze. Es ist halb zwölf nachts, die Sonne hat bereits seit einiger Zeit der Nacht ihren angestammten Platz eingeräumt. Hier stehe ich nun, müder Körper und müde Seele. Anstrengende Wochen liegen hinter mir, die mich ins benachbarte Ausland verschlagen haben. Jetzt ist es Zeit, nach Hause zu fahren. Noch eine Viertelstunde. Zeit für eine Zigarette.

Bremsen quietschen. Auf dem Zug steht CNL. Kaum Menschen, die ein oder aussteigen. Ein paar Meter weiter nimmt ein Liebespaar vollkommen versunken voneinander Abschied. Ein Lächeln stiehlt sich in meine Mundwinkel als ich einsteige. Schlafen und dabei nach Hause fahren. Eine gute Kombination. Wenn ich morgen wach werde, dann bin ich zu Hause. Wo ich hin gehöre. In meinem Abteil und an dem Sitz, der laut Reservierungs-Bestätigung meiner sein soll, angekommen, ereilt mich fast der Schlag. Es ist stickig und ein Chor aus sonoren Schnarchern füllt das Abteil mit Lärm. Quer über meinen Sitz liegt ein Kerl wie ein Baum, der auch nicht zu wecken ist. Er trägt ein Fußball-Trikot, irgendeine Bundesliga-Mannschaft. So wie der Rest im Abteil auch. Ich erkenne, daß das wohl vorerst nichts wird mit Schlaf, also verstaue ich den Rucksack im Gepäckfach, nehme mein Buch und mein Portemonnaie heraus. Alles andere ist nicht wichtig und wäre kein großer Verlust, wenn es abhanden käme.

Mein Buch, mein Portemonnaie und ich machen uns auf den Weg ins Bordrestaurant. An einem Tisch sitzen zwei Mädels und lachen zusammen. Sie sind sich ähnlich und sehr hübsch. Mir gefallen die Brüste der größeren von beiden. Am Thresen stehen mehrere Männer und diskutieren über PCs. Ich rutsche auf einen der vielen freien Sitzplätze. Schlage das Buch auf. Und schaue aus dem Fenster statt zu lesen. Nur mein eigenes Spiegelbild schaut mich müde an während draußen die Landschaft im Dunkeln liegt. Ab und an flitzen Lichtpunkte vorbei. Halb amüsiert, halb ärgerlich stelle ich fest, daß ich auf dem Kopf aussehe als hätte ich die Finger in die Steckdose gesteckt.

Plötzlich merke ich, daß ich beobachtet werde. Ich merke oft, wenn man mich anschaut. Es prickelt dann irgendwie im Nacken. Ein kurzer, schweifender Blick fängt den Blick einer der Männer am Thresen ein. Groß, trainiert, dunkle Haare, hübsches Gesicht, gepflegte Hände stelle ich beim raschen Scannen fest. Gefällt mir. Ich schenke ihm ein Lächeln, senke den Blick in mein Buch und vergesse ihn.

Das Licht ist gedämpft, nicht so grell. Eine Wohltat für meine Augen. Auf einmal legt sich ein Schatten über mein Buch. "Magst du einen Orangensaft?“ fragt mich eine tiefe und merkwürdig sanfte Stimme. Ich schaue auf und frage mich, ob mein Gesichtsausdruck so dämlich ist wie ich mich fühle. Ich reagiere schlecht auf Überraschungen. Und überrascht bin ich. Vor mir steht der gut aussehende Kerl, dem ich vor kurzem noch ein Lächeln schenkte. "Hab ich mich versehentlich auf deine Freundin gesetzt?“ schnaube ich abweisend. Er lacht und rutscht ohne zu fragen auf den Sitz mir gegenüber. Der Tisch trennt uns und er stellt zwei kleine Flaschen Orangensaft zwischen uns. "Was liest du?“ sein Lächeln raubt mir den Atem. "Bertolt Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner,“ ich halte das Buch hoch wie einen Abwehrschild. Weiche von mir, Satan!

Doch er weicht nicht. Er erstaunt mich und verwickelt mich in ein höchst komplexes Gespräch über Literatur. Er könnte auch über das Wetter reden. Hauptsache, er spricht mit dieser schönen tiefen und sanften Stimme. Ohne es zu wollen, fast automatisch, stellt mein ganzes Wesen auf Flirt-Modus um während draußen die Dunkelheit vorübergleitet. "Ich will morgen mit dir frühstücken!“ sagt er plötzlich. Vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen. Schon wieder bin ich überrascht. "So, willst du das. Wer sagt, daß ich das will?“ ich stelle auf Abwehr. Er beugt sich vor, überbrückt den Tisch zwischen uns und läßt eine meiner langen, roten Haarsträhnen spielerisch durch seine Finger gleiten. "Willst du?“



Und, wollte ich? Gibt es einen Teil II oder endet die Geschichte hier?

Sonntag, 13. Mai 2007

Was nach dem Silvesterkuss kam

es blieb bei dem langen Kuss, wir fassten uns ca 1 Jahr lang nicht mehr an. Wegen der Trennung von meinem Kerl zog ich um. Behielt aber den Kontakt zu den beiden Ex-Nachbarn. Dann, als ich die beiden mal wieder spontan und unangemeldet besuchte, verkündete sie, dass sie gleich los wolle, sie wäre eingeladen und er hätte keine Lust mitzukommen. Ich wünschte ihr also einen schönen Abend und weg war sie. Ich wollte mich noch etwas mit ihm unterhalten und dann nach Hause. Aber irgendwie ergab ein Wort das andere, ein Blick den anderen, eine Berührung die andere. Es begann mit dem schlichten "in Besitz nehmen", setzte sich mit einer Wiederholung fort die uns noch mehr Lust aufeinander bescherte, gipfelte im stundenlangen gegenseitigen Auffressen und endete irgendwann, als die Sonne wieder aufging... Seine Frau wollte gegen Mittag wieder daheim sein und ich verschwand rechtzeitig.

Wir hatten ein Jahr lang ein intensives Verhältnis. Ich beendete es, als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte.

Wir haben heute noch Kontakt - aber nur telefonisch oder per Email.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Am Anfang war der Silvesterkuss

Mein sexy Nachbar. Ich schmachtete ihn seit meinem Einzug an. Er nahm das Anschmachten höchst gerne an und erwiederte es.

Schmacht.

Da wir beide aber gebunden waren, unterdrückten wir die Lust aufeinander.

Dann, nach ca 6 Monaten, war Silvester. Ich hatte keine Lust zu feiern und blieb mit meinem Kerl daheim. Um ca halb eins ging bei dem Nachbarn das Außenlicht an, und ich dachte mir, ich husch mal eben rüber und wünsch den beiden ein frohes neues Jahr. Mein Kerl war inzwischen eingeschlafen.

Ich klingelte, und er öffnete die Tür. Er telefonierte grad. Er guckte mich eindringlich an, zog mich dann am Arm herein, schloß die Tür und beendete sein Telefonat. Wir schauten uns kurz starr an. Ihm lief eine Träne die Wange herunter. Ich fragte ihn leise, was denn passiert sei. Sein Bruder war das am Telefon - sie hatten jahrelang keinen Kontakt. Sein Anruf rührte ihn sehr. War schon erstaunlich, so einen "langhaarigen Bombenleger", der sich und seine Gegenüber im Biker-Club schon ein paar mal krankenhausreif geschlagen hatte, weinen zu sehen. Tja, immer diese Vorurteile. Ich legte ihm eine Hand auf die Wange, und wünschte ihm leise ein frohes neues Jahr. Er nahm meine Hand, hielt sie an seiner Wange fest. Dann küsste er meine Hand, zog mich zärtlich und langsam an sich, als wenn er auf Widerstand warten würde. Wir umarmten uns, und dann küsste er mich kurz auf den Mund. Ich lächelte, und wir verloren uns in einem unendlich langen Kuss.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Demolierte Prinzessin

Lust... viel Lust... noch mehr Lust... irre viel Lust... viele Erfolge... obwohl erst keine Lust da war. Ich hatte mich über Dich geärgert. Ich war gefrustet. Deprimiert. Aber Du hast mich einfach verführt... meine Prinzessin ohne Ende verwöhnt... mich herrlich hart genommen... ich hoffe, dass ich Dir Deine Haut nicht so zerfetzt habe wie Du meine Prinzessin... ich kann kaum sitzen... Du Monster ;-))

Samstag, 30. Dezember 2006

Wintermärchen

Wenn der Schnee fällt, wird die Welt ganz leise und sie sah in dieser Nacht so verzaubert aus unter ihrer weißen Decke, die im Licht des vollen Mondes geheimnisvoll glitzerte. Die Schneedecke lag vollkommen unberührt vor uns und wir hinterließen Spuren, die morgen schon wieder verschwunden sein würden. Worte waren einfach fehl am Platz und so lief ich schweigend hinter ihm her – mit geschlossenen Augen, denn auch wenn ich ihn nicht sehen konnte wußte ich doch genau, wo er sich befand. Vielleicht war es das leise Knirschen des Schnees unter seinen Schuhen, das so unheimlich laut durch die Stille zu hallen schien, was mir den Weg wies. Vielleicht war es auch etwas anderes.

Wir stapften den Hügel hoch, zwei Fußspuren in der jungfräulichen Schneedecke hinterlassend. Morgen würden sie nicht mehr zu sehen sein, verschwunden unter anderen Spuren, die andere hier hinterlassen würden. Doch heute nacht gab es nur uns beide, die hier Spuren hinterließen. Oben auf dem Hügel bot sich ein wunderschönes Bild. Wie eingefroren lag die Umgebung vor uns, glitzernd und funkelnd im fahlen Mondlicht. Meine Hand schmuggelte sich in seine. Sie war genauso kalt wie meine, wir hatten die Handschuhe vergessen. Es war einer dieser ganz seltenen Momente, die einfach perfekt sind und zu denen man wie Faust sagen möchte „Verweile doch, du bist so schön.“

Von der Härte, die mich im Alltag so oft umgibt, konnte ich nichts mehr spüren – ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich unendlich weich, mit kalten Fingern und einfach nur zufrieden. Meine Hand in seiner liefen wir schweigend weiter bis zu der alten Scheune. Lehnten uns an die rauhen Bretter und schauten in den Sternenhimmel. Er zog mich an sich, küßte mich. Einer dieser Küsse, die einem durch den ganzen Körper zu rieseln scheinen. Aneinander geschmiegt standen wir im Schutz der alten Scheune, nur der Mond wurde Zeuge unseres Kusses. Die blasse Scheibe da oben kennt viele Geheimisse und wird auch unseres bewahren.

Eine kühle Hand auf meinem Bauch, die vorsichtig den Knopf meiner Jeans öffnete um dann den Weg in die Wärme zwischen meinen Schenkeln zu finden. Die Kühle der Finger ließ mich den Atem anhalten. Warme Lippen auf meinen, ein kühler Finger auf meiner Perle. Eine gelungene Mischung. Er hielt mich fest als ich das Gesicht an seiner Schulter vergrub und mich einfach in das Gefühl des nahenden Höhepunktes fallen ließ.

Wortlos schlenderten wir später zurück durch die verschneite Landschaft, ein Lächeln im Gesicht. Es gibt sie, diese Momente, die sich einem tief in die Erinnerung graben und die in sich bereits die Melancholie tragen, daß sie nicht ewig dauern werden. Die man wie kleine Kostbarkeiten mit sich herum trägt, immer. Dies war und ist einer von meinen perfekten Momenten.

Freitag, 22. Dezember 2006

Seufz

als du das erste Mal mit Handschellen an mein Bett gefesselt warst, wolltest du das nicht wirklich. Aber irgendwie warst du nicht in der Lage, mir zu widersprechen.... und hast es geschehen lassen.

Du warst empört, weil ich es gemacht habe und du es geschehen lassen hast. Aber nicht wirklich ernsthaft empört, denn das wurde überlagert von einem anderen Gefühl... von... ganz viel Lust. Dieses mir ausgeliefert sein machte mich an. Ein Teil von dir versuchte sich dagegen zu wehren - gegen dieses Ausgeliefert sein. Ich hatte und habe immer noch viel Macht über Dich. Ich habe Lust Dich zu unterwerfen.

Du hast beschlossen, nach erfolgloser Gegenwehr, dich dem hinzugeben. Meine Spielchen, die ich mit dir im gefesselten Zustand trieb, waren unendlich geil. Sie machten dich rasend. Deine Erfolge sind unvergesslich.

Lass mich dich fesseln, unterwirf dich, lass mich dich fressen...

Seufz

als Du mich das erste Mal mit Handschellen an Dein Bett gefesselt hast, wollte ich das nicht wirklich. Aber irgendwie war ich nicht in der Lage, Dir zu widersprechen... und ich ließ es geschehen.

Ich war empört, weil Du es gemacht hast und ich es geschehen ließ. Aber nicht wirklich ernsthaft empört, denn das wurde überlagert von einem anderen Gefühl... von... ganz viel Lust. Dieses Dir ausgeliefert sein machte mich an. Ein Teil von mir versuchte sich dagegen zu wehren - gegen dieses Ausgeliefertsein. Du hattest und hast immer noch viel Macht über mich. Ich habe Lust, mich Dir auszuliefern.

Ich beschloss nach erfolgloser Gegenwehr, mich dem hinzugeben. Deine Spielchen, die Du mit mir im gefesselten Zustand triebst, waren unendlich geil. Sie machten mich rasend. Meine Erfolge sind unvergesslich.


Fessel mich, unterwirf mich, friss mich...
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Schneeweischens & Rosenrotes elf Minuten

Wir sind ...

... zwei Frauen.
... Jägerinnen.
... Sammlerinnen.
... so jung wie wir uns fühlen.
... uns in vielen Dingen sehr ähnlich.
... in anderen Dingen wiederum sehr verschieden.
... so nett, dem Bösen Wolf die Türe zu öffnen.
... bereit, ihn seine Geschichten erzählen zu lassen.
... erreichbar unter:

elf.minuten (ät) web.de

ICQ:
456-561-048 Rosenrote
426-998-556 Schneeweischen

Andere meinen ...

Recht hat sie, die Charlotte...
Recht hat sie, die Charlotte (...deren Feuchtgebiete...
promisc - 30. Mai, 09:26
http://www.spiegel.de/spie gel/0,1518,537317-2,00.htm l
http://www.spiegel.de/spie gel/0,1518,537317-2,00.htm l
fluff (anonym) - 27. Feb, 00:26
hab eben folgendes zitat...
hab eben folgendes zitat erhalten wollte es einfach...
fluff (anonym) - 27. Feb, 00:18
Stöckchen für...
bei mir abzuholen :)
Sandra-Lia (anonym) - 20. Jan, 22:43
grüsse
auch dir( und euch mitlesern) ein glückliches...
AnjinSan (anonym) - 7. Jan, 21:43

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