Ich würde nicht nein sagen
Drinnen darf nicht geraucht werden. Was also bleibt mir außer der Gang nach draußen um der Schmacht zu frönen? Ist auch kein Problem, in Ruhe draußen eine Zigarette zu rauchen gibt mir ein paar Minuten Ruhe vor dem unaufhörlichen Geschnatter drinnen.
Ich lehne an der Hauswand und puste gelangweilt Rauchkringel in die kalte Herbstluft. Die Türe geht auf und einer der Freunde, die der aktuelle Mann mit mir gemeinsam haben, erscheint. Macht sich eine Zigarette an und mustert mich. Ob alles in Ordnung wäre, ich sei heute merkwürdig still. Doch, passe schon, ich könne nur nichts mit dem momentanen Gesprächsthema anfangen, erwidere ich und verdrehe die Augen. Er lacht und wir stehen schweigend mit unserer Zigarette an die Hauswand gelehnt.
Ob ich daran glaube, daß Männer und Frauen wirklich Freunde sein können, fragt er unvermittelt. Sicher könnten Männer und Frauen Freunde sein - so lange sie sich bewußt seien, daß irgendwann der Zeitpunkt kommen könnte an dem doch irgendwo sexuelle Spannung auftrete, und sei es, daß nur einer darüber nachdenkt, wie es denn wäre, antworte ich. Freundschaft und Sex, schließe sich das nicht aus? Finde ich nicht, so lange man da nicht mehr hinein interpretiert als es wirklich sei - zwei Menschen, die sich mögen und verstehen und einfach Lust auf Sex miteinander hätten, erkläre ich meinen Standpunkt und trete meine Zigarette aus.
Es sei schade, daß ich mit einem seiner ältesten Freunde schlafe, merkt er an. Seine Augen funkeln und mir wird plötzlich bewußt, wie nahe wir nebeneinander stehen. Warum? will ich wissen. Er würde nicht nein zu mir sagen, meint er. Und jetzt bin ich sprachlos. Darauf fällt mir, sonst gewitzt und immer einen Ausweg aus den meisten Situationen auf Lager, nichts mehr ein. Wir stehen uns sehr nahe gegenüber, ich muß den Kopf leicht in den Nacken legen um zu ihm hoch zu schauen.
Wie er ausgerechnet jetzt darauf käme will ich wissen und die Frage klingt selbst in meinen Ohren nach einem lahmen Versuch, wieder Herrin der Situation zu werden. Er streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. Er würde meine lockere Art mögen und sei sich sicher, mit mir könne man viel Spaß haben ohne gleich mit der Androhung des Traualtars rechnen zu müssen. In seinen Augen glitzert es und ich denke kurz darüber nach, wie es wäre, ihn zu küssen. Ich verscheuche den Gedanken - zu kompliziert. Nicht schon wieder mit einem Freund, nicht schon wieder Heimlichkeiten, nicht schon wieder zwischen befreundeten Männern stehen.
"Wir sollten jetzt das Thema wechseln bevor du wirklich an meinen Jagdinstinkt appellierst," sage ich und trete einen halben Schritt zurück. "Laß uns nach oben gehen." Er hält mir die Türe auf. Den ganzen Abend allerdings gibt es immer wieder kurzen Blickkontakt, der mir verrät, daß wir beide gerade über das gleiche Thema nachdenken. Und verdammt, es reizt mich.
Ich lehne an der Hauswand und puste gelangweilt Rauchkringel in die kalte Herbstluft. Die Türe geht auf und einer der Freunde, die der aktuelle Mann mit mir gemeinsam haben, erscheint. Macht sich eine Zigarette an und mustert mich. Ob alles in Ordnung wäre, ich sei heute merkwürdig still. Doch, passe schon, ich könne nur nichts mit dem momentanen Gesprächsthema anfangen, erwidere ich und verdrehe die Augen. Er lacht und wir stehen schweigend mit unserer Zigarette an die Hauswand gelehnt.
Ob ich daran glaube, daß Männer und Frauen wirklich Freunde sein können, fragt er unvermittelt. Sicher könnten Männer und Frauen Freunde sein - so lange sie sich bewußt seien, daß irgendwann der Zeitpunkt kommen könnte an dem doch irgendwo sexuelle Spannung auftrete, und sei es, daß nur einer darüber nachdenkt, wie es denn wäre, antworte ich. Freundschaft und Sex, schließe sich das nicht aus? Finde ich nicht, so lange man da nicht mehr hinein interpretiert als es wirklich sei - zwei Menschen, die sich mögen und verstehen und einfach Lust auf Sex miteinander hätten, erkläre ich meinen Standpunkt und trete meine Zigarette aus.
Es sei schade, daß ich mit einem seiner ältesten Freunde schlafe, merkt er an. Seine Augen funkeln und mir wird plötzlich bewußt, wie nahe wir nebeneinander stehen. Warum? will ich wissen. Er würde nicht nein zu mir sagen, meint er. Und jetzt bin ich sprachlos. Darauf fällt mir, sonst gewitzt und immer einen Ausweg aus den meisten Situationen auf Lager, nichts mehr ein. Wir stehen uns sehr nahe gegenüber, ich muß den Kopf leicht in den Nacken legen um zu ihm hoch zu schauen.
Wie er ausgerechnet jetzt darauf käme will ich wissen und die Frage klingt selbst in meinen Ohren nach einem lahmen Versuch, wieder Herrin der Situation zu werden. Er streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht. Er würde meine lockere Art mögen und sei sich sicher, mit mir könne man viel Spaß haben ohne gleich mit der Androhung des Traualtars rechnen zu müssen. In seinen Augen glitzert es und ich denke kurz darüber nach, wie es wäre, ihn zu küssen. Ich verscheuche den Gedanken - zu kompliziert. Nicht schon wieder mit einem Freund, nicht schon wieder Heimlichkeiten, nicht schon wieder zwischen befreundeten Männern stehen.
"Wir sollten jetzt das Thema wechseln bevor du wirklich an meinen Jagdinstinkt appellierst," sage ich und trete einen halben Schritt zurück. "Laß uns nach oben gehen." Er hält mir die Türe auf. Den ganzen Abend allerdings gibt es immer wieder kurzen Blickkontakt, der mir verrät, daß wir beide gerade über das gleiche Thema nachdenken. Und verdammt, es reizt mich.
Rosenrote - 2. Nov, 20:06 - Kategorie: Abgrundtief böse

